+
Findet die Kampagne „überflüssig und unseriös“: Alexander Radwan.

SPD soll sich entschuldigen

Radwan: Bauernregel-Kampagne gehört sofort eingestellt

Alexander Radwan meldet sich ebenfalls in der Debatte um die Bauernregeln-Kampagne der SPD zu Wort. Die sei „unseriös und überflüssig“ und würde bewusst überkommene Vorurteile schüren.

Miesbach - Seit Tagen sorgt die Bauernregel-Plakatkampagne des SPD-geführten Bundesumweltministeriums für Aufregung. Jetzt meldet sich auch der CSU-Kreisverband empört zu Wort. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die SPD „müssen ihre absurde Diffamierungs- und Hetzkampagne gegen den bäuerlichen Berufsstand unverzüglich einstellen und sich hierfür öffentlich entschuldigen“, fordert der CSU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan in einer Pressemitteilung. Auch die SPD-Verbände und ihre Mandatsträger vor Ort fordere er auf, sich von dieser „überflüssigen und unseriösen Kampagne“ zu distanzieren.

Lesen Sie auch: Kommentar: Barbara Hendricks Bauernregel-Kampagne ist niveaulos

Das Bundesumweltministerium prangert in der Kampagne Missstände in der landwirtschaftlichen Produktion in Form von Bauernregeln an: „Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm“ oder „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“. Damit würden von der SPD bewusst „überkommene Vorurteile“ bedient und „Negativbilder aufgebaut“, so Radwan – ganz abgesehen davon, dass die Kampagne des Ministeriums vom Steuerzahler und damit auch von allen Landwirten bezahlt wird. „Dieses Politikverhalten verunsichert den Verbraucher und brüskiert gleichzeitig einen ganzen Berufsstand, der insbesondere in Bayern für die Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel und für den Erhalt der Kulturlandschaft verantwortlich zeichnet“, heißt es in der Pressemitteilung der Landkreis-CSU.

„Unsere Familienbetriebe sind frustriert und werden durch solche Kampagnen zum Resignieren gezwungen“, pflichtet darin CSU-Vize-Kreisvorsitzende Maria Dießl bei, die auch stellvertretende Kreisbäuerin ist. Eine sachgerechte Debatte über die Landwirtschaft der Zukunft, die zum Ziel haben müsse, dass Verbraucher und Erzeuger einander vertrauten und wertschätzten, könne nur dann geführt werden, wenn man vor allem die Betroffenen in den Blick nehme. An der Debatte „zeigt sich auch, dass ein neuer Kandidat noch keine neue Politik macht, da bislang von Herrn Schulz auch zu diesem Thema Nichts zu hören ist.“

Katrin Hager

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unbekannter brettert in Gartenzaun - und flüchtet
Ein Haushamer (58) erlebte am Dienstag eine böse Überraschung: Ein Unbekannter ist in seinen Gartenzaun gefahren und dann weiter - ohne sich zu melden.
Unbekannter brettert in Gartenzaun - und flüchtet
Schnelles Geld dank Mehrfach-Verkauf
Den Käufern blieb er die Ware schuldig, dem Vermieter die Miete: Ein Fischbachauer hat gleich mehrere Personen geprellt. Am Amtsgericht Miesbach kassierte er dafür nun …
Schnelles Geld dank Mehrfach-Verkauf
Paul Fertl über seine Vertretung als Miesbacher Rathaus-Chef
Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz ist nach längerer Krankheit wieder zurück im Amt. Vertreter Paul fertel verrät im interview, wie seine Zeit im Rathaus gelaufen …
Paul Fertl über seine Vertretung als Miesbacher Rathaus-Chef
Fischbachau verleiht zwei Bürgermedaillen für besonderes Engagement
Beim Knödelfest hat die Gemeinde Fischbachau je eine Bürgermedaille an Schwester Eresta und Andreas Händl verliehen - für langjähriges Engagement. Auch treue Gäste …
Fischbachau verleiht zwei Bürgermedaillen für besonderes Engagement

Kommentare