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Horst Seehofer hat alles richtig gemacht, findet Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan.

Interview

Radwan über Seehofer: „Die Entscheidung ist richtig“

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Horst Seehofer (67) will es doch nochmal wissen. Alexander Radwan (52) aus Rottach-Egern war bei der Bekanntgabe dabei  Wir haben ihn anschließend auf dem Weg zum Flughafen erreicht.

Horst Seehofer macht weiter. Ist das eine gute Nachricht für die CSU, Herr Radwan?

Ich halte die Entscheidung für richtig. Wir haben mit Horst Seehofer eine Person, die die Partei aus einer problematischen Situation geführt hat und Partei sowie Freistaat jetzt – in einer schwierigen politischen Zeit – erfolgreich führt. Wir beobachten in der aktuellen Debatte, dass selbst andere Länderregierungen und Oppositionsparteien Stück für Stück auch unsere Standpunkte und Positionen übernehmen.

Eigentlich wollte Horst Seehofer seine Ämter doch abgeben.

Seit dieser Äußerung vor einigen Jahren hat sich viel verändert. Flüchtlingskrise, Brexit, Türkei, USA-Wahl, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir stehen vor Herausforderungen, die zu Beginn der Legislaturperiode so nicht absehbar waren. Das hat auch die Parteienlandschaft verändert. Vor diesem Hintergrund ist es legitim, seine Sichtweise zu überprüfen.

Hat die CSU kein anderes Spitzenpersonal, das dieser Aufgabe gewachsen wäre?

Wir haben viele gute Leute, aber jeder Neue muss erst mal reinwachsen. Horst Seehofer hat seine Führungskraft erfolgreich unter Beweis gestellt.

Die Nachfolgefrage wird sich trotzdem eines Tages stellen.

Das ist richtig, das müssen wir aber aus dem Ergebnis der Bundestags- und Landtagswahl heraus angehen. Voraussetzung, um über die Verteilung von Posten zu sprechen, ist, dass man die Wahlen erst mal gewinnt. Das ist unser vordergründiges Ziel.

In welcher Rolle sehen Sie künftig Ilse Aigner?

Sie wird weiterhin eine herausragende Position in Bayern und in der Partei spielen. Zunächst gilt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten. Der Wahlkampf wird hart, insbesondere für die etablierten Parteien. Man blicke nur nach Österreich oder Frankreich, wo es diese nicht in die Stichwahl geschafft haben. Die politische Konkurrenz ist größer geworden.

sh

Was bedeutet Seehofers Entscheidung? Unsere Videoanalyse

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