+
Expertenrunde im Alpengasthof in Hausham: Bei der ersten Radloffensive Miesbach trafen sich Veranstalter, Kommunalpolitiker und Rathausmitarbeiter, um sich über die Radweg-Vernetzung im Landkreis auszutauschen.

Miesbacher Radloffensive

Drei Achsen: Auf diesen Routen baut der Landkreis neue Radwege

Es soll sich was bewegen beim Radweg-Netz im Landkreis. Bei der ersten Miesbacher Radloffensive haben Experten und Kommunalpolitiker mögliche Routen besprochen. Das sind die drei Achsen.

Landkreis – Über die Zielsetzung besteht Einigkeit im Landkreis: Jeder Autofahrer, der aufs Fahrrad umsattelt, hilft, den drohenden Verkehrskollaps abzuwenden. Dafür braucht es aber ein lückenloses und vor allem landkreisweites Radwegenetz. Für Pendler, Ausflügler und Touristen gleichermaßen. Vertreter des Landratsamtes, der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) und der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) tüfteln bereits seit geraumer Zeit an einem Konzept. Bei der 1. Miesbacher Radloffensive im Alpengasthof Glück Auf in Hausham haben sie nun mit Kommunalpolitikern und Rathausmitarbeitern über Probleme und Erfolge im Ausbau der Fahrradwege diskutiert.

Dabei stellte Sebastian Freund, Produktmanager Rad der ATS, den Rad-Netzplan als Teil des Rad-Verkehrs-konzepts vor. Dieser beinhaltet 50 Einzelmaßnahmen, darunter die Sanierung, Verbreiterung oder den Neubau von Wegen, um ein funktionierendes Radnetzwerk im Landkreis zu erschließen.

Freund stellte drei Achsen vor, „die das Rückgrat des Rad-Netzplans bilden“ wie Florian Brunner, Regionalmanager bei der SMG, auf Nachfrage erklärt. Konkret handelt es sich um folgende Strecken: Otterfing-Holzkirchen-Gmund, Holzkirchen-Weyarn-Miesbach-Schliersee-Bayrischzell und Ostin-Hausham. Die Bürgermeister der Gemeinden, durch die die Routen führen sollen, seien bereits zusammengekommen und würden an einer Lösung arbeiten, berichtet Freund. Noch offen ist, welche Wege konkret ausgebaut oder in die Achsen integriert werden.

Fest steht hingegen, dass die Strecke zwischen Holzkirchen und Gmund zwar als „Express-Verbindung“ (Brunner), aber nicht als Radschnellweg ertüchtigt werden soll. Letzterer wäre mit zu strengen Vorschriften verbunden gewesen, wie bei der Veranstaltung deutlich wurde. Auch bei der Achse Weyarn-Miesbach bewegt sich etwas. Wie berichtet, bringt die Gemeinde Weyarn auch kommunale Flächen mit ein. Vorrang besitzt laut Freund die „Täler-Verbindung“ Ostin- Hausham, da dort die Radler bis dato auf der Staatsstraße 2076 fahren, weil der dafür vorgesehene Weg, der Teil des Bodensee-Königsee-Radwegs ist, sehr schlecht ausgebaut sei. Hier tüfteln bekanntlich die Gemeinden Gmund und Hausham an einer gemeinsamen Lösung.

Ein Schritt in Richtung Umsetzung des Konzepts ist die Beschilderung. Von den benötigten 1000 Schildern sind 250 bestellt und werden bis Mitte Oktober geliefert, so Freund. Brunner ist zuversichtlich: „Jetzt merken wir eine Bewegung. Sobald wir die Absichtserklärungen der Gemeinden haben, gibt es konkrete Fahrradwege.“

Amelie Knaus

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Riesige Dachlawine geht in Zentrum von Miesbach ab
In der Fraunhofer Straße in Miesbach ist am Mittwochnachmittag eine riesige Dachlawine abgegangen. Die Polizei war vor Ort.
Riesige Dachlawine geht in Zentrum von Miesbach ab
Immobilien-Wahnsinn: Wohnungen am Tegernsee kosten 10.000 Euro pro Quadratmeter
Wer darüber nachdenkt, sich am Tegernsee eine Eigentumswohnung mit, sagen wir, drei Zimmern zuzulegen, sollte schon Millionär sein. Experten verraten die Preise.
Immobilien-Wahnsinn: Wohnungen am Tegernsee kosten 10.000 Euro pro Quadratmeter
Aus abgewendet: Schliersee Alpentriathlon hat neuen Veranstalter
Das war knapp. Gewissermaßen in letzter Sekunde hat die Marktgemeinde einen neuen Veranstalter für den Alpentriathlon gefunden. Am Konzept soll sich nicht viel ändern.
Aus abgewendet: Schliersee Alpentriathlon hat neuen Veranstalter
Trotz Neustart vor drei Jahren: Beliebtes Datschi-Café sperrt endgültig zu - mit traurigem Grund
Der jahrelange Kampf hat nicht gefruchtet: Die Haushamer Datschi-Manufaktur von Bärbel und Hans Kandlinger kehrt nicht mehr aus dem Winterschlaf zurück. Das sind die …
Trotz Neustart vor drei Jahren: Beliebtes Datschi-Café sperrt endgültig zu - mit traurigem Grund

Kommentare