Auto rast offenbar in Bushaltestellen in Marseille

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Rasantes Rennen: Das Skijöring, eine Kombination aus Reit- und Brettlsport, haben sich die Parsberger Pferdefreunde dereinst in St. Moritz abgeschaut.

25. Pferdeschlittenrennen in Parsberg

Rasante Rösser und blitzschnelle Showeinlagen 

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Parsberg war am Sonntag einmal mehr das Paradies für Pferdenarren. Bei Kaiserwetter und grandiosen Bedingungen traten wieder zahlreiche Wagemutige in unterschiedlichen Disziplinen an. Bejubelt wurden sie dabei von rund 2500 Zuschauern.

Anna dreht gekonnt ein paar lockere Aufwärmrunden auf dem vor Kälte knirschenden Schnee. Souverän und unaufgeregt bringt die Elfjährige aus Au bei Bad Feilnbach ihren Onno, ein 17 Jahre altes, kleines braunes Shetlandpony zum Stehen. Andere kleine Mädchen eilen herbei und juchzen. „Ist das Pony süß“, rufen sie und bedenken das Tier mit den wuscheligen Haaren mit liebevollen Streicheleinheiten.

Getrost könnte man die junge Pferdeliebhaberin einen alten Hasen nennen. Bei der inzwischen 25. Auflage des Rennens geht Anna nämlich bereits zum dritten Mal an den Start – in der Kategorie Schlittenrennen für Ponys unter 110 Zentimeter Stockmaß. Bis zu viermal pro Woche hat Anna ihren Onno in den vergangenen Wochen zu Trainingszwecken vor den kleinen Schlitten gespannt und ist entsprechend gut gerüstet. „Ich denke, dass es Onno schon auf den dritten Platz schaffen könnte“, sagt sie und räumt ein. „Ich bin schon ein bisserl aufgeregt.“ Wen wundert’s: Die Konkurrenz hat schließlich auch nicht geschlafen, und schon in wenigen Minuten geht es für das Gespann um alles.

Den Anfang machen allerdings die Schlittenrennen für Oberländer. Zuvor schnappt sich Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz das Mikrofon und schwärmt vom traumhaften Wetter und exzellenten Bedingungen, „an die ich mich in den letzten Jahren so nicht erinnern kann“. „Besser wie in Kitzbühel Anfang Januar“, wird später einer der Kommentatoren ergänzen. Die Bedingungen sind den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken, die laut Sprecher Florian Schöpfer „tagelang Diesel rausgeblasen haben“, um die 480 Meter lange Bahn mit Traktoren nebst Walzen zu planieren.

Die Flagge senkt sich, und mit dampfenden Nüstern und unter Jubelgeschrei fliegen die Rösser mit wehenden Mähnen förmlich über den Schnee. Kilian Schwarz mit Penelope setzt sich schon bald an die Spitze des Feldes, vergrößert zusehends den Abstand, um am Ende nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen knapp vor Kaspar Blindhuber mit Rio über die Ziellinie zu donnern.

„Großartig“, kommentieren Peter Knüppel und seine Freundin Christine Uske das besondere Treiben. Eigentlich wollten die beiden Urlauber aus Hamburg an den Schliersee fahren, um das tolle Licht und die glasklare Luft für Fotoaufnahmen zu nutzen. „Wir sind dann zufällig hier abgebogen. So was sieht man ja in Hamburg nicht“, sagt Knüppel. „Eine tolle Atmosphäre“.

Inzwischen ist Annas großer Moment gekommen. Unter den lauten Anfeuerungsrufen ihrer Mama galoppieren Onno und die anderen Tiere mit den kurzen Beinchen los. Nach einigen hundert Metern geht ein kurzes Raunen durchs Publikum. Anna ist gestürzt, Onno muss eingefangen werden. Doch glücklicherweise kommen beide mit dem Schrecken davon.

Bilder: Pferdeschlittenrennen in Parsberg

Neben den Schaurennen der Traber mit den flinken Metallschlitten erntet besonders auch das Skijöring – eine waghalsige Kombination aus Reit- und Brettlsport – jede Menge Applaus. Und auch eine Showeinlage, ein Jöring mit Ponys ohne Reiter, sorgt für Jubel unter den Zuschauern. Einer von ihnen, der kleine Baptist (6), geht heute besonders stolz nach Hause. Beim Schlittenrennen für Ponys ist sein großer Bruder Seppi mit von der Partie. Für ihn hat er extra eine Fan-Fahne gebastelt, die er während des Rennens wie wild schwenkt. Freudestrahlend und wie einen Sieger nimmt er seinen Bruder, der sich den dritten Platz gesichert hat, am Eingang in Empfang. Verlierer, betont Sprecher Florian Schöpfer, „gibt es in Parsberg nicht.“

ah

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