Flugzeug zerschellt an Berg: Leichen geborgen und identifiziert

Flugzeug zerschellt an Berg: Leichen geborgen und identifiziert
+
Links vom Baum am ehemaligen Gesundheitsamt sollen zwei einstöckige, rechts sechs zweistöckige Container aufgestellt werden. 28 Personen will die Regierung von Oberbayern dort unterbringen.

Am Dirnbergerweg

Regierung plant Container-Anbau

Miesbach - Die Regierung will die Flüchtlingsunterkunft am Dirnbergerweg in Miesbach ausbauen. Dort sind 50 Asylbewerber im ehemaligen Gesundheitsamt untergebracht – weitere 28 sollen folgen. Der Stadtrat will sich wehren, doch die Erfolgsaussichten sind gering.

Im Zuge des großen Unterbringungsdrucks will die Regierung von Oberbayern am ehemaligen Gesundheitsamt am Dirnbergerweg in Miesbach insgesamt 14 Schlafcontainer aufstellen. 28 Flüchtlinge sollen dort untergebracht werden. Für Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU), die diese Pläne am Donnerstagabend im Stadtrat vorstellte, ist das zu viel: „Das ist sozialer Sprengstoff, den wir vermeiden sollten.“ Für die Regierung ist diese Lösung ein leichter Weg, wie Miesbachs Bauamtsleiter Lutz Breitwieser erklärte. Im Rahmen der Beschleunigung bei den Asylverfahren sind nur wenige Vorschriften zu beachten. Zwar könnten Anwohner und Stadt Einwände gelten machen, allerdings entscheidet darüber ebenfalls die Regierung. Sprich: Die Regierung genehmigt sich selbst.

Die Fraktionen im Stadtrat reagierten empört auf diese Nachricht. Die Lösung sei nicht tragbar - weder für die Flüchtlinge noch für die Anwohner. Mit Blick auf die mittlerweile 410 Asylbewerber allein in der Kreisstadt stellte Pongratz fest: „Es gibt andere Gemeinden und andere Landkreise, die weniger tun als wir.“ Sie regte an, im Verfahren das gemeindliche Einvernehmen zu verweigern – auch wenn dies angesichts der umfassenden Befugnisse der Regierung kaum Aussicht auf Erfolg habe. Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) unterstützte diesen Plan: „Alles ist eng belegt, und bald kommt der Winter, sodass alle drinnen sind. Es ist naheliegend, dass das Konfliktpotenzial produziert.“ Die Regierung solle das anders gestalten – „wir haben das Recht dazu“. Der Stadtrat folgte dem Vorschlag einstimmig.

Dieter Dorby

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

OrthoClinic: Krankenhaus Agatharied bündelt Kompetenzen - und noch mehr
OrthoClinic Agatharied – unter dieser Marke bündelt das Krankenhaus künftig seine orthopädischen Kompetenzen. Nächster Schritt: die Zertifizierung als …
OrthoClinic: Krankenhaus Agatharied bündelt Kompetenzen - und noch mehr
Keine Mehrheit für Sendemast in Irschenberg
Ein neuer Sendemasten, den Vodafone am Irschenberg errichten will, fiel nun im Gemeinderat durch. Das gemeindliche Einvernehmen wurde verweigert - ohne haltbaren Grund.
Keine Mehrheit für Sendemast in Irschenberg
Weil die Karte verschwunden ist: Richter zweifelt an Landschaftsschutzgebieten
Ohne Karte kein Landschaftsschutzgebiet: Zu dieser Einschätzung kam kürzlich ein bayerischer Verwaltungsrichter. Der Umweltausschuss hat umgehend reagiert.
Weil die Karte verschwunden ist: Richter zweifelt an Landschaftsschutzgebieten
Feuerwehr schlägt Alarm: „Unser Haus ist hoffnungslos veraltet!“
Die Fischbachauer Feuerwehr hat sich verjüngt, ihr Hauptquartier dagegen nicht: Noch heute ist das Haus auf dem Stand von Anfang der 1960er-Jahre. Das soll sich bald …
Feuerwehr schlägt Alarm: „Unser Haus ist hoffnungslos veraltet!“

Kommentare