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Verkehrsbehinderungen wie hier am Gmunder Berg gehören an vielen Tagen zum alltäglichen Bild im Landkreis. Ein Strukturgutachten soll nun in Sachen Verkehr den Zustand analysieren und Maßnahmen vorschlagen. 

"Region steht unter Druck"

Planungsverband schreibt Strukturgutachten aus

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Landkreis - Für vier Landkreise im Oberland wird es jetzt ein Strukturgutachten geben. Es geht vor allem darum, dem Druck des Straßenverkehrs Herr zu werden.

Als „Region unter Druck“ bezeichnete der Tölzer Landrat Josef Niedermaier das Oberland in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses der Region Oberland. Verkehrszunahme, Siedlungsdruck und Überalterung seien einige der Herausforderungen, denen man mit einer „Bewältigungsstrategie“ und einem „Zukunftsplan“ begegnen müsse. Dieser Plan soll – was das Thema Verkehr betrifft – in einem Strukturgutachten festgeschrieben werden (wir berichteten). Der Ausschuss beschloss einstimmig, den Auftrag dafür auszuschreiben.

In der Region Oberland arbeiten die vier Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau sowie deren Gemeinden zusammen. Landräte und Bürgermeister kamen nun im Tölzer Landratsamt zusammen.

Ihnen erklärte Thomas Bläser von der Regierung von Oberbayern die geplanten Inhalte des Strukturgutachtens. Drei große Themengebiete soll es geben. Zum einen soll es um die Verbesserung des Straßenverkehrsnetzes gehen. „Es ist teils jetzt schon überlastet, teils wird es in Zukunft immer stärker unter Druck geraten“, sagte Bläser. Außerdem soll das Gutachten Strategien zur Verkehrsvermeidung und zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs aufzeigen. Dabei soll auch die Fahrradmobilität eine wichtige Rolle spielen, ebenso wie die Gestaltung der Siedlungsentwicklung, „sodass Verkehr gar nicht erst entsteht“. Dritte Vorgabe für das Gutachten ist die Sicherung beziehungsweise Verbesserung der Erreichbarkeit aller wichtigen Versorgungseinrichtungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Strukturgutachten wird sich in eine Bestandsanalyse, eine Prognose der weiteren Entwicklung sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen und Prioritäten gliedern.

Was die Kosten betrifft, hatte Niedermaier als Verbandsvorsitzender gute Nachrichten: Finanzminister Markus Söder habe bei seinem „Heimatempfang“ in Tölz im vergangenen Dezember zugesagt, dass der Freistaat 75 Prozent erstattet. Für das verbleibende Viertel muss die Region nur noch einen Dispositionsbetrag von gut 50 000 Euro bereithalten, der wiederum auf die vier Landkreise umgelegt wird.

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