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Auf der Suche nach Unterstützung: Bernhard Heidl und sein Förderverein fordern vom Freistaat einen Zuschuss für sanierungsbedürftige Freibäder.

Förderverein fordert Zuschuss-Fonds

Rettungsversuch: Online-Petition für Miesbacher Warmfreibad

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Wo Geld fehlt, ist Kreativität gefragt. Das gilt auch für die Sanierung des Miesbacher Warmfreibads. Der Förderverein hat nun eine Online-Petition gestartet. Hier geht‘s zum Link.

Miesbach – Einzelkämpfer tun sich schwer, politisch etwas zu erreichen. Vor allem, wenn es um finanzielle Unterstützung geht. Genau die könnte das sanierungsbedürftige Miesbacher Warmfreibad aber gut gebrauchen. Spätestens seit dem Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher wissen die Miesbacher, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Um gemeinsam mit anderen Betroffenen beim Freistaat für einen Sonderfonds für marode Bäder in Bayern zu kämpfen, hat der Förderverein des Miesbacher Warmfreibad nun die Online-Petition „Rettet die kommunalen bayerischen Schwimmbäder“ gestartet. Wir haben den Vorsitzenden Bernhard Heidl (55) gefragt, was er sich davon verspricht und wie die nächsten Schritte aussehen.

Herr Heidl, hat Sie der Besuch von Herrn Rinderspacher so bewegt, dass Sie gleich eine Petition gestartet haben?

Heidl: (lacht) Nein, Herr Rinderspacher hatte damit nichts zu tun. Die Idee zur Petition wurde schon auf unserer Hauptversammlung geboren. Da haben wir mal wieder über die Finanzierung der dringend notwendigen Badsanierung diskutiert und uns gefragt, warum es eigentlich keine Fördergelder dafür gibt. Wir haben im Schnitt 30 000 Badegäste pro Jahr, darunter viele Kinder, aber auch ältere Leute.

Aber eben nicht genug Schulklassen, die für einen Zuschuss des Freistaats notwendig wären.

Heidl: Dieses Problem haben fast alle Freibäder. Bei einer Saison, die nur von Mai bis September geht, lässt sich ein regelmäßiger Unterricht für Schulen nur schwer realisieren. Das heißt, dass das Förderprogramm eigentlich nur Hallenbädern etwas nutzt. Genau darauf wollen wir mit unserer Petition aufmerksam machen.

Damit die aber als Quorum zugelassen wird, brauchen Sie in einem halben Jahr mindestens 24 000 Unterstützer.

Heidl: Wir haben ja gerade erst angefangen. Unser Ziel ist es, auch andere betroffene Freibäder darauf aufmerksam zu machen. Wenn man davon ausgeht, dass es in ganz Bayern fast 300 sanierungsbedürftige Bäder gibt und jedes 100 Befürworter hat, haben wir locker 30 000 Unterschriften beisammen und können die Petition beim Landtag einreichen. Mindestens genauso wichtig ist uns aber die Vernetzung der Bäder untereinander. Aktuell sind alle Einzelkämpfer. Und eines nach dem anderen geht sang- und klanglos unter. Das wollen wir ändern.

Zumindest Herr Rinderspacher hat in Miesbach versprochen, sich der Sache anzunehmen. Ein gutes Signal?

Heidl: Auf jeden Fall. Diesen Schwung wollen wir nun nutzen. So haben wir nicht nur die Petition gestartet, sondern auch ein weiteres Gespräch mit der Landespolitik angesetzt. Ende August werden uns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan im Miesbacher Warmfreibad besuchen.

Haben Sie keine Angst, dass das nur ein Wahlkampftermin wird?

Heidl: Nein. Wir werden selbstverständlich gut vorbereitet in das Gespräch gehen. Zum einen wollen wir erfragen, ob es nicht doch schon eine Fördermöglichkeit für eine Sanierung von Warmfreibädern gibt. Falls nicht, werden wir uns auch bei Frau Aigner für einen Sonderfonds stark machen. Und natürlich werden wir sie auch bitten, unsere Petition zu unterzeichnen.

Hier geht‘s zur Online-Petition.

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