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Klares Signal von Kreidl-Vize Färber gefordert

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Beim 60. Geburtstag von Miesbachs Landrat Jakob Kreidl am 16. August 2012 im Bauernhofmuseum von Markus Wasmeier in Schliersee-Fischhausen herzt Vize Arnfried Färber den Landrat. © tp

Miesbach - Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) erwartet von ihrem stellvertretenden Landrat Arnfried Färber ein klares Signal, wie er sich seine kommunalpolitische Zukunft vorstellt und wie er mit dem Sponsoring seiner Geburtstagsfeier durch die Sparkasse umgeht.

Landrat Jakob Kreidl (CSU) ist von der politischen Bühne abgetreten, im Landratsamt führen jetzt andere die Geschäfte. Unter anderem sein Stellvertreter Arnfried Färber (FWG), der ebenso wie Kreidl wegen der hohen Kosten für seine Geburtstagsfeier in die Kritik geraten ist. Wie berichtet, hatte die Kreissparkasse im Jahr 2010 rund 55.000 Euro für die Feierlichkeiten ausgegeben. Färber hinterfragte die Finanzierung der Feier nicht, wertete sie als Veranstaltung der Kreissparkasse und als „ein gewisses Geschenk“.

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Auch wenn der 73-Jährige im März nur noch für den Kreistag kandidiert und der Stellvertreter-Posten für ihn ohnehin verloren sein dürfte, so birgt der Fall für die Freien Wähler im Sinne politischer Hygiene doch eine gewisse Brisanz. „Wir sind der Meinung, dass er Verantwortung übernehmen und sich positionieren muss“, sagt FWG-Landratskandidat und Kreisvorsitzender Norbert Kerkel.

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Arnfried Färber © TP

Denkbar sind wohl zwei Szenarien: Färber, der sich an den Kosten seiner Feier nicht beteiligt hatte, leistet einen finanziellen Beitrag an die Kreissparkasse, oder er zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. „Wir sind momentan im Gespräch, aber es gibt noch kein Ergebnis“, berichtet der Kreisvorsitzende.Vergangene Woche hatte Kerkels Familie rund 8500 Euro an die Kreissparkasse zurückgezahlt – jenen Anteil also, den die Bank im Jahr 2001 für die Feier zum 60. Geburtstag des damaligen Landrats Norbert Kerkel ausgegeben hatte. Jakob Kreidl wiederum hatte zwei Tage später angekündigt, nach der Wahl einen Betrag in noch nicht genannter Höhe zu spenden. Von Färber selbst war in dieser Richtung noch nichts zu hören. Ob er zu Recht oder zu Unrecht in der Kritik stehe, werde sich noch herausstellen, sagte er lediglich. Zur FWG-Spitze habe er momentan kaum Kontakt.

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sh

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