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Allein mit Stimme und Gitarre und einer Loop-Machine trat Ben Blaskovic im Waitzinger Keller in Miesbach mit den Songs seines Albums „Those who dig“ auf.

Ben Blaskovic live und solo im Waitzinger Keller

Songs vom Suchen und Finden

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Offen, persönlich und verbindlich – so hat sich Ben Blaskovic bei seinem ersten Solokonzert in der Heimatregion präsentiert. Der aus Schlierseer stammende TV-bekannte Schauspieler und Musiker präsentierte  im Waitzinger Keller in Miesbach seine Musik echt, pur und aufrichtig gefühlvoll. Im Interview verrät er, wie es nach dem Aus bei den „Rosenheim Cops“ weitergeht.

Miesbach – Dass der Konzertabend „live und solo“ von Ben Blaskovic ein entspannter und persönlicher war, lag sicher nicht allein daran, dass viele Freunde und Familie Blaskovics unter den rund 50 Gästen im fast vollen Gewölbe des Waitzinger Kellers waren. Blaskovic betrat die Bühne von Anfang an unaufgeregt und lässig, mit einer Ausstrahlung, die erkennen ließ, dass er sich hier genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort befindet. „Cool, dass ihr so zahlreich erschienen seid“, freute er sich mit einem breiten Lächeln. 

Im Gepäck hatte der Singer und Songwriter viele neue Songs, aber auch einige von seiner erst im Juli 2018 veröffentlichten CD „Those who dig“. Mit seinen eingängigen, geradlinigen Melodien begleitete er sich selbst und sorgte für einen puren Sound. Stimmlich lotete er die Emotionslagen gekonnt und ehrlich aus.

„Yellow“, ein Lovesong mit Versen wie „You know, I love you so“ und „Look how the stars shine for you“, mäanderte erst rockig von einnehmend und mitreißend bis zart, ja beinahe brüchig. Mit „Only Lonely“ besang er tieftraurig das Zusammensein mit einer Frau, die alles nur negativ sieht. Wenn er singt „I can’t get there by my own… when the walls come down“ („Ich schaffe es allein nicht dorthin, wenn die Wände einstürzen“) gibt Blaskovic viel von sich preis. Da wird deutlich, dass sich bei ihm in jeder Hinsicht viel getan hat. Aus dem nach den eigenen Träumen, nach Wahrheit und wahrhaftigen, unumstößlichen Gefühlen Suchenden, wie er sich auf „Those who dig“ gegeben hat, ist ein Findender geworden.

Überhaupt ist bei Ben Blaskovic gerade einiges im Umbruch. Die Rolle des freigeistigen Controllers Andi Lorenz bei den „Rosenheim-Cops“, die ihn neben einer Rosamunde Pilcher-Verfilmung richtig bekannt gemacht hat, hat er nach vier Jahren an den Nagel gehängt. Wir haben im Interview nachgefragt, wohin die Reise bei dem 31-Jährigen gerade geht. 

Herr Blaskovic, Sie haben bei den Rosenheim-Cops aufgehört. Warum? 

Ben Blaskovic: „Wir haben bis November gedreht. Damit war ich vier Jahre bei den „Rosenheim-Cops“ dabei. Da hat es sich gut angefühlt weiterzuziehen, um neue Herausforderungen anzunehmen.“

Als da wären? 

Ben Blaskovic: „Also, im Sommer drehe ich den Kroatienkrimi in Split. Allein der Drehort freut mich riesig, weil ich mich in Kroatien, wo meine Familie herkommt, ebenso zuhause fühle wie am Schliersee, wo ich aufgewachsen bin. Was sonst noch kommt an neuen Projekten als Schauspieler, wird man sehen, versprochen (lacht). Aber auch mit der Musik geht es weiter. Allein in den nächsten zwei Monaten stehen drei Konzerte an. Und mit der Produktionsfirma sind wir gerade mitten drin in der Organisation für eine Webserie und zwei Kinofilme.“ 

Alle Achtung. Und die Sportagentur? 

Ben Blaskovic: „Die habe ich momentan aus Zeitgründen etwas auf Eis gelegt. Ich stecke gerade auch noch im Umzug. Wohin hat es Sie verschlagen? Zurück in die Heimat (lacht)! Zwar nicht genau an den Schliersee, aber nach Fischbachau. Dort fühle ich mich megawohl. Bisher habe ich ja in München gewohnt und bin immer rausgefahren, um mich zu erholen und aufzutanken, wenn ich auf die Berge gelaufen bin, beim Klettern oder beim Segeln und Surfen war. Jetzt wohne ich da, wo ich die Ruhe finde, Songs zu schreiben, Rollen vorzubereiten und kreativ zu sein – ohne Stadtstress.“

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