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Tief verschneit sind die Futterhäuschen der Albertsbach-Fütterung zwischen Kreuth und Glashütte. Der Zugang dorthin ist derzeit stark erschwert.

Tiere in Bedrängnis

Wegen Schneemassen: Viele Wildfütterungen nur schwer erreichbar

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Die Schneemassen bringen zunehmend das Bergwild in Bedrängnis. Die Mitarbeiter des Forstbetriebs Schliersee müssen teils mit Touren-Ski ausrücken, um die Fütterungen beliefern zu können. Die Jagd wurde eingestellt.

Landkreis – Von einer „Katastrophenlage“ will Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, zwar noch nicht sprechen. Eine extreme Zeit ist es für ihn und seine Mitarbeiter – die Revierleiter und Berufsjäger im Landkreis Miesbach – aber allemal. Angesichts der riesigen Schneemengen kämpfen die Wildtiere derzeit ums Überleben, mehr denn je sind sie auf die Fütterungen angewiesen. „Es ist uns das größte Anliegen, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden und die Fütterungen in Betrieb halten“, sagt Meyer, der soeben mit einem Kollegen zwischen Kreuth und Glashütte unterwegs war, um dort eine Wildfütterung von den weißen Massen zu befreien. Hier liegen fast zwei Meter Schnee.

Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee.

Die meisten der insgesamt neun Futterstellen der Staatsforsten im Landkreis seien noch „einigermaßen gut erreichbar“, berichtet Meyer. Allerdings müssen sich die zuständigen Revierleiter und Jäger teils auf ungewöhnliche Weise an ihr Ziel vorkämpfen. Weil beispielsweise die Söllbachtalstraße in Bad Wiessee wegen Schneebruchs derzeit nicht befahrbar sei, habe der zuständige Revierleiter auf Touren-Ski zurückgegriffen, erklärt Meyer. „Er ist vier Stunden lang hinter gelaufen, damit er die Fütterung beschicken kann.“ Auch andere Stationen im Landkreis waren laut dem Forstbetriebsleiter nur noch auf diese Weise erreichbar. „Das ist schon ein großer Kraftaufwand“, räumt Meyer ein.

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Ob die Aufgabe auch in den kommenden Tagen zu bewältigen sein wird oder ob sich die Lage weiter zuspitzt, ist ungewiss. „Von unserer Zentrale kam bereits die Anfrage, ob wir Unterstützung brauchen“, sagt Meyer. Die könnte zum Beispiel in Form einer Hubschrauber-Belieferung erfolgen. Der Abwurf von Heuballen aus der Luft wurde nach Angaben des Bayerischem Jagdverbands (BJV) schon früher bei solch extremen Wetterlagen praktiziert.

Die Anstrengung für die Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten ist das eine. Sie sind in ihrem Einsatzgebiet derzeit aber auch großen Gefahren ausgesetzt. Das Lawinen-Risiko und die Schneelast auf den Bäumen sind eine ständige Bedrohung. „Wir müssen den Blick immer nach oben richten“, macht Meyer deutlich.

Konkrete Fälle, bei denen Wildtiere aus dem Schnee befreit werden mussten, sind dem Forstbetriebsleiter derzeit zwar nicht bekannt. Er sagt aber: „Bei diesen großen Schneemengen gibt es sicherlich Tiere, die eingeschneit sind.“ Auch werde die extreme Wetterlage dafür sorgen, dass das eine oder andere schwache Tier auf natürliche Weise verendet.

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Der Bayerische Jagdverband hat dieser Tage in einer Pressemitteilung gefordert, die Jagd angesichts der derzeitigen Schneelagen bedingungslos einzustellen. Das, so erklärte BJV-Präsident Jürgen Vocke, würden nicht nur das bayerische Jagdgesetz und das Tierschutzgesetz gebieten, „sondern ganz einfach der Anstand und die Ehrfurcht gegenüber der Schöpfung“. Auch der Forstbetrieb Schliersee habe seine jagdlichen Aktivitäten derzeit komplett ausgesetzt, betont Meyer. „Wenn sich die Situation bessert, müssen wir die Lage neu beurteilen.“

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gab

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