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Wenn’s mal wieder länger dauert: Die teils langen Schließzeiten am Bahnübergang am Lindenplatz in Miesbach haben die Autofahrer zuletzt einiges an Nerven gekostet.

Wegen neuer Sicherheitstechnik

Schranke zu, kein Zug in Sicht: Dieser Bahnübergang sorgt für Ärger

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Der Zug ist durch, die Schranke bleibt zu. Gleich mehrfach ist es zuletzt am Bahnübergang am Lindenplatz in Miesbach zu diesem für Autofahrer ärgerlichen Zwischenfall gekommen.

Miesbach – Die Wartenden hätten daraufhin mit einem wütenden Hupkonzert reagiert, berichtet eine Anwohnerin unserer Zeitung. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Montagabend ein paar Meter weiter nördlich am Überweg an der Tölzer Straße. Hier blieben die Schranken laut Informationen unserer Zeitung gegen 21.30 Uhr sogar fast 20 Minuten unten, ohne dass ein Zug zu sehen war.

Ein technischer Defekt? Oder ein Fehler des Schrankenwärters? Beides falsch, teilt ein Bahnsprecher auf Nachfrage mit. Vielmehr sei die teilweise längere Wartezeit die Folge einer neuen Sicherheitstechnik, die die Bahn vor Kurzem an den betreffenden Übergängen eingeführt habe. So sei die Öffnung der Schranken nun technisch an das Signal für den Zug gekoppelt. Solange dieses Grün und damit freie Fahrt auf der Schiene zeige, blieben die Schranken zu. „Das ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, die wir überall einführen werden“, erklärt der Sprecher.

Er räumt aber ein, dass hier zuletzt noch nicht alles glatt gelaufen ist. „Wir werden bei den Schließzeiten nachjustieren.“ Das Thema sei im zuständigen Fachbereich bekannt und werde bearbeitet. Dennoch müssten sich die Autofahrer darauf einstellen, dass sich die Wartezeiten durch die neue Technik geringfügig erhöhen werden.

Dass diese davon nicht begeistert sind, kann der Sprecher verstehen. „Wer vor geschlossener Schranke wartet, für den zieht sich jede Minute in die Länge.“ Dennoch sollten die Autofahrer daran denken, dass es sich in erster Linie um ihre Sicherheit drehe. So kämen bei Unfällen vor allem die Straßenverkehrsteilnehmer zu Schaden. Nicht zuletzt deshalb sei auch der Bahn selbst jede Kreuzung zwischen Straße und Schiene ein Dorn im Auge: „Der beste Bahnübergang ist der, den es nicht mehr gibt.“

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