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Das Projekt wird konkret: Zusammen mit Professor Dr. Heiko Witt (l.) hat Schulleiter Rainer Dlugosch das Konzept für das Schülerforschungszentrum im alten Krankenhaus konkretisiert. Nun fehlt noch ein Sponsor.  

Gymnasium Miesbach

Schülerforschungszentrum wird konkret: Es fehlt nur noch am Geld   

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Es ist still geworden um das Schülerforschungszentrum, das Rainer Dlugosch im alten Krankenhaus in Miesbach etablieren möchte. Die Zeit hat der Leiter des Gymnasiums genutzt. 

Miesbach – Manchmal kommt einem der Zufall zu Hilfe. Weil der Arbeitskreis (AK) Schule – Wirtschaft mit 50 Teilnehmern unerwartet gut besucht war, war der Sitzungsraum im Beruflichen Schulzentrum in Miesbach zu klein. Man verlegte das Treffen kurzerhand ins Gymnasium und bescherte dessen Schulleiter Rainer Dlugosch damit eine perfekte Vorlage für das Projekt, das er im AK vorstellen sollte. Denn vom neuen Sitzungsraum aus hatten die Teilnehmer aus Schulen, Organisationen und Firmen einen perfekten Blick aufs alte Krankenhaus. Und dort, im zweiten Obergeschoss, soll das Schülerforschungszentrum einziehen.

Die Chancen stehen mittlerweile gut, denn fast alle Voraussetzungen lägen vor, berichtete Dlugosch dem Gremium: Die Stadt Miesbach stellt die Räume in ihrem alten Krankenhaus zur Verfügung. Das Kultusministerium ist bereit, das Schülerforschungszentrum mit den üblichen personellen Ressourcen zu unterstützen. Der Landkreis übernimmt die Rolle des Trägers.

Auch ideell gibt es Unterstützung: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner befürwortet das Projekt. Zudem haben auf Landkreisebene Landrat Wolfgang Rzehak, Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Alexander Schmid (Geschäftsführer Standortmarketing-Gesellschaft), Klaus-Dieter Graf von Moltke (Vorsitzender des Unternehmerverbands Miesbach) und Michael Pelzer (Koordinator der Bildungsregion) eine gemeinsame Erklärung abgegeben, wonach sie die Förderung der Naturwissenschaften ausdrücklich begrüßen. Dies gilt auch für einen thematischen Schwerpunkt auf Ernährungswissenschaften. Dieser wäre nämlich notwendig, um eine finanzstarke Stiftung gewinnen zu können.

Helfen soll dabei Professor Dr. Heiko Witt vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum an der Technischen Universität München. Die Hochschule wäre zum einen ein denkbarer Partner für die notwendige fachliche Kooperation mit dem Schülerforschungszentrum. Doch der Haushamer Ernährungsmediziner will auch Kontakte zu einer Stiftung herstellen, mit deren finanzieller Unterstützung der Umbau des alten Krankenhauses – Dlugosch rechnet mit 2,5 Millionen Euro – möglich wird. Voraussetzung wäre aber jener Themenschwerpunkt Ernährungswissenschaften.

Dlugosch sieht darin kein Hindernis. Zum einen sei Ernährung ein Thema, zu dem wirklich jeder einen Bezug habe, zum anderen biete es einen guten Einstieg in die Themenbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Diese sogenannten Mint-Fächer soll das geplante Schülerforschungszentrum fördern. Nicht zuletzt habe das Thema einen engen Bezug zum Tourismus-Landkreis mit der breit aufgestellten Gastronomie und der Hauswirtschaftsschule.

In den nächsten Wochen soll das Konzept für das schulbegleitende und außerhalb des Unterrichts stattfindende Schülerforschungszentrum bei besagter Stiftung – den Namen wollte Dlugosch noch nicht publik machen – eingereicht werden. Die Chancen liegen laut Witt bei über 50 Prozent.

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