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Präsentierten ihre Produkte auf dem Markt: (h.v.l.) Wirtschaftspatin Franka Bartholdy-Zimmer und ihre Schülerinnen Michaela Höck, Nicole Ellmayer, Carolina Dürr sowie (v.v.l.) Juliane Richter, Theresa Raß und Franziska Bell.

Projekt des Beruflichen Schulzentrums

Schülerinnen gründen eigene Schokoladen-Firma

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Schülerinnen des BSZ Miesbach wurden wieder zu Unternehmens-Gründerinnen. Erstmals haben sie mit ihrer „Schokoladenlinie“ nun auch den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Jeder konnte Anteile erwerben. 

Miesbach – Einmal in die Selbstständigkeit schnuppern, Teamfähigkeit erlernen, miteinander planen, organisieren und arbeiten. Das und noch mehr sollen die Schülerinnen aus dem Modul Existenzgründung am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Miesbach mitnehmen. Eine ganz neue Perspektive bot sich ihnen in diesem Jahr – sie gingen mit ihrem Projekt erstmals in die Öffentlichkeit.

Jedes Jahr gründet Wirtschaftspatin Franka Bartholdy-Zimmer mit den Teilnehmern ihres Kurses eine Schülerfirma. Diesmal handelt es sich um eine Aktiengesellschaft namens „Schokoladenlinie“ – eine Firma, die neben Schokokuchen im Glas und schokolierten Apfelringen auch noch Trinkschokolade, Pralinen und Schokosirup produziert.

Neu in diesem Jahr ist allerdings, dass die Firmengründer, ausschließlich Mädchen, mit ihrem Unternehmen nach draußen gingen und nicht wie in den Vorjahren nur innerhalb der Familien und der Schule Anteile anboten. Dies geschah am wöchentlichen Miesbacher Wochenmarkt.

Dort konnten Aktienanteile zu je zehn Euro erworben werden. Nach einer Hauptversammlung im Januar, bei der erste Ergebnisse und geplante Produkte vorgestellt werden, findet dann Ende Juni die Abschlussversammlung mit allen Aktionären statt. Berichtet wird dann über alle Ausgaben, Einnahmen und natürlich den Gewinn. „Und dann kann auch hoffentlich jedem eine Dividende gezahlt werden“, sagt Batholdy-Zimmer. Zuversichtlich ist sie jedenfalls im Rückblick auf die letzten Jahre. „Bis jetzt sind wir immer mit einem Gewinn rausgegangen.“

Und auch die Firmengründer gewinnen – vor allem an Erfahrung. „So können sie mal sehen was alles hinter einer Selbstständigkeit steckt“, erzählt die Wirtschaftspatin. „Die Mädchen müssen an alles denken.“ Und dies dann auch in Eigenregie in die Tat umsetzen. Einige der Teilnehmer wollen sich durchaus einmal selbstständig machen. Sei dies in Richtung eines Bistros, Cafés oder Hofladens.

Der Verkauf auf dem Wochenmarkt stellte sich jedenfalls durchaus als erfolgreich heraus: 30 Aktionäre konnten gewonnen werden. Zudem haben schon 20 Lehrer einschließlich der Schulleitung und rund 20 Schüler vom BSZ ihre Investition zugesichert. Weitere 30 Aktien gehören den Gründern der Schulfirma und deren Familienmitgliedern und Freunden.

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