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Die größte Schule im Landkreis ist das Miesbacher Gymnasium. Und selbst dort sieht Schulleiter Rainer Dlugosch nicht die Möglichkeit sowohl das acht- als auch das neunjährige Gymnasium anzubieten. Es fehlen die Mittel.

Miesbacher Gymnasium hat Erfahrungen aus Pilotversuch

Schulleiter zu G8/G9-Plänen: "Aufwand ist irrsinnig hoch"

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Miesbach - G 8, G 9 oder gleich beides nebeneinander? Die Pläne des Kultusministeriums sorgen für Diskussionsstoff an den bayerischen Gymnasien. Der Miesbacher Schulleiter hat dazu eine klare Meinung.

Was im Kabinett am grünen Tisch entschieden wurde, hat Rainer Dlugosch, Schulleiter am Gymnasiums Miesbach, ein ganzes Jahr lang hautnah erlebt.

Wie berichtet, beteiligt sich das Gymnasium am G9-Pilotprojekt Mittelschule Plus. Die Resonanz überraschte selbst den Schulleiter. Gut 70 Prozent der Schüler entschieden sich für die um ein Jahr verlängerte Mittelstufe. Auf drei G 9- kam nur noch eine G 8-Klasse. „Eine klare Tendenz“, sagt Dlugosch. Noch etwas anderes nimmt er aus dem ersten von zwei Versuchsjahren mit: „Der organisatorische Aufwand ist irrsinnig hoch.“

Tatsächlich mussten Dlugosch und seine Kollegen im Direktorat bei der Verteilung der Unterrichtsstunden nicht nur die zeitliche, sondern auch die fachliche Differenzierung zwischen naturwissenschaftlichem und sprachlichem Zweig berücksichtigen. Vier Komponenten unter einen Hut zu bringen, das sei ohne eine Aufstockung der Lehrerstunden auf Dauer kaum zu bewältigen, sagt Dlugosch.

Seine Meinung zu den Plänen des Kultusministeriums steht daher fest. „Mit den vorhandenen Mitteln ist das leider nicht möglich.“ Was schon ein verhältnismäßig großes Gymnasium wie das in Miesbach an seine Grenzen bringe, sei von kleineren Schulen schlicht nicht zu schultern. „Die ächzen ja jetzt schon“, sagt Dlugosch.

117 Schüler in vier fünften Klassen starten am kommenden Dienstag in Miesbach ihre Gymnasiallaufbahn. „Wir sind schön gefüllt, aber nicht überfüllt“, sagt der Rektor. Insgesamt 970 Kinder und Jugendliche drücken hier im neuen Schuljahr die Schulbank. Mittelfristig will Dlugosch wieder die Tausendermarke anpeilen.

Über die Pläne des Ministeriums macht er sich dagegen vorerst keine großen Gedanken. „Ich glaube nicht, dass da das letzte Wort schon gefallen ist“, sagt er. Solange nicht mal feststehe, ob sich tatsächlich die Schulen selbst für G 8, G 9 oder eben eine Mischform entscheiden müssen, will Dlugosch noch keine konkreten Überlegungen für sein Gymnasium anstellen. Auch ein Austausch mit den anderen Schulen im Landkreis über eine mögliche räumliche Aufteilung der Schulformen habe jetzt noch keinen Sinn.

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