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Michael Huber (†)

Kulturpreisträger mit 91 Jahren gestorben

Sein Leben lang Lehrer: Nachruf auf Michael Huber

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Ob als Lehrer am Gymnasium oder als Leiter der Volkshochschulen: Unzählige Miesbacher hat Michael Huber mit seinem Wissen bereichert. Jetzt ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.

Miesbach – Sein gesamtes Lehrerleben verbrachte Michael Huber in der Kreisstadt. Schon als Referendar kam der gebürtige Wolfratshausener nach Miesbach. Am Gymnasium unterrichtete er Generationen von Schülern in den Fächern Deutsch, Geschichte und Erkunde. Als „schülerfreundlichen, interessanten Geschichtenerzähler“ hat ihn sein Schüler und späterer Kollege Ferdinand Huber in Erinnerung.

Dabei beschränkte er sich nicht auf den Lehrplan, sondern begeisterte den Nachwuchs, selbst die Umgebung zu erforschen. So entstanden etliche, aufwendig recherchierte Facharbeiten zu heimatkundlichen Themen. Damit diese nicht im Schularchiv verstauben, fasste sie Huber in den „Miesbacher Heften“ zusammen, die er gemeinsam mit dem Gymnasium veröffentlichte.

Auch als Leiter der Theatergruppe verstand es Huber, die manchmal verborgenen Talente seiner Schüler zu wecken. Mit seinem feinen Gespür für die Charaktere der Jugendlichen habe er es geschafft, für jede Rolle die richtige Besetzung zu finden, erzählt Ferdinand Huber. Egal, ob es um ein Stück von Thoma oder Shakespeare ging.

Ab 1985 kamen dann auch die Erwachsenen in den Genuss, sich von Huber weiterbilden zu lassen. Bei zahlreichen Studienfahrten im In- und Ausland beeindruckte der Leiter des Kreisverbands der Volkshochschulen die Teilnehmer mit seinem kulturellen und kunsthistorischem Wissen. Dem Zufall blieb dabei nichts überlassen, berichtet Ferdinand Huber. „Er hat sich immer akribisch auf diese Reisen vorbereitet.“ Oft in Gestalt von Erkundungstouren mit seiner Frau.

Keine Frage, dass sich Huber auch für das Miesbacher Kulturzentrum, den Waitzinger Keller, stark machte. Hier hielt er die Festrede bei der Eröffnung 1997 – und nahm zwei Jahre später als vierter Miesbacher überhaupt den Kulturpreis der Kreisstadt entgegen.

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