Der Laden ist zu, aber das Geschäft ist online: Buchhändlerin Rixta Rausch setzt auf Bestellungen mit Lieferservice.
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Der Laden ist zu, aber das Geschäft ist online: Buchhändlerin Rixta Rausch setzt auf Bestellungen mit Lieferservice.

Selbsthilfe in der Corona-Krise in Miesbach

Buchhändlerin setzt nun auf Online und Lieferservice

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Der Laden ist zu. Keine Kunden, kein Geschäft? Muss nicht sein. Je nach Branche versuchen Einzelhändler, Lösungen zu finden.

Weiterhin für die Kunden da sein, den Laden weiterlaufen lassen – auch im Interesse der Mitarbeiter. Ein Bereich, in dem das offenbar ganz gut funktioniert, ist der Buchhandel. Ähnlich wie in Holzkirchen, wo der Buchladen Engel & Holz Lesestoff nach Hause liefert, versucht das Geschäft Buch am Markt in Miesbach, die Möglichkeiten des Online-Handels zu nutzen. Wie das funktioniert, haben wir uns von der Inhaberin Rixta Rausch erklären lassen.

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Frau Rausch, Sie machen es wie der Online-Handel: Bestellung aufnehmen und liefern. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Das Angebot, etwas bei uns über unsere Homepage zu bestellen, ist ja nicht neu. Das haben wir schon länger im Angebot, aber das hat sich nicht so herumgesprochen. Außerdem sind viele in den Laden gekommen, weil es hier so schön zum Stöbern ist. Jetzt, ohne Laden, nehmen wir hier Bestellungen entgegen. Telefonisch sind wir auch erreichbar, aber wohl nur vormittags von 9 bis 12 Uhr, denn es ist nicht sinnvoll, den ganzen Tag im Laden neben dem Telefon zu sitzen. Die Bücher versenden wir per Post oder liefern sie selbst aus.

Haben Sie keine Angst, dass die Kunden nicht gleich online bei Amazon einkaufen?

Nein. Unsere Kunden haben uns eh schon versichert, dass sie uns die Treue halten und nicht woanders einkaufen. Wie haben viel Aufmunterung bekommen, dass wir durchhalten sollen.

Wie geht es mit Ihren Mitarbeitern weiter?

Das müssen wir abwarten. Wir werden jetzt eben Bücher ausliefern, statt im Laden zu stehen. Aber wie es insgesamt laufen wird, müssen wir abwarten. Wir wissen ja nicht, ob unser Service angenommen wird. Ich muss mich auch erst informieren, ob Kurzarbeit etwas bringt. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Situation anzunehmen, wie sie ist. Wir müssen sie akzeptieren und schauen, dass es weitergeht.

ddy

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