„Menschen im Alter führen“

Miesbacher DAV-Vize: Darum brauchen wir unbedingt eine Senioren-Wandergruppe

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Der Miesbacher Sektion des Deutschen Alpenvereins hat jüngste eine Wandergruppe für Senioren ins Leben gerufen. Warum, das erklärt Zweiter Vorsitzender Bernd Stahuber. 

Miesbach – Wandern für Senioren – das bieten die Sektionen des Deutschen Alpenvereins in Miesbach, Hausham und im Leitzachtal seit Neuestem an. Was dahinter steckt, verrät Mitgründer und Zweiter Vorsitzender der Sektion Miesbach, Bernd Stahuber (69), im Gespräch mit unserer Zeitung.

Herr Stahuber, wie kam es zur Gründung der Oberlandler Seniorengruppe?

Stahuber: Der Bedarf ist da. Auch Senioren wollen im Alter noch geführt werden, bei den normalen Touren sind die Anforderungen oft zu hoch. Da kam die Idee auf, eine Seniorengruppe zu gründen. Allerdings mit den anderen Ortsvereinen – Hausham und Leitzachtal – zusammen. Sich jede Woche etwas Neues einfallen zu lassen, das wäre für einen Verein alleine zu anstrengend. Außerdem ist es für die Teilnehmer eine schöne Abwechslung.

Die Touren finden also wöchentlich statt? Worin unterscheiden die sich von den übrigen Touren?

Stahuber: Ja, Treffpunkt ist immer mittwochs um 8 Uhr morgens am Bahnhof in Neuhaus. Im Seniorenalter ist es wichtig, immer wieder etwas zu tun und auch dazu angehalten zu sein. Der Unterschied besteht im Anforderungsprofil: Wir gehen leichte Touren, da darf eine Tour unter 1000 Höhenmeter haben. Und darin, dass wir mit der Seniorengruppe versuchen, auch bei schlechtem Wetter zu gehen. Senioren sind da flexibler, denen reicht es auch mal, nur eine Stunde den Stadelberg hinauf zu gehen. Und zur Not kann man ja immer noch einen Einkehrschwung machen. In der Seniorengruppe steht der soziale Aspekt etwas mehr im Vordergrund.

Wer darf denn mitmachen? Nur Mitglieder?

Stahuber: Nein, auch Nichtmitglieder sind willkommen und übrigens auch versichert. Mitmachen darf jeder, der sich immer mittwochs von seinem „Unruhestand“ loseisen kann. Und jeder, der sich alt genug fühlt und dem Tourenleiter nicht davonläuft (lacht).

Wohin geht’s denn bei den Touren?

Stahuber: Wir wollen am liebsten in der Gegend wandern, um die Fahrerei mit dem Pkw zu vermeiden. Da geht es auch um den Naturschutz. Die Tour sollte möglichst mit der BOB oder mit dem Bus erreichbar sein. Zumal das Gesellschaftliche dann schon auf dem Hinweg beginnt.

Welche Ausrüstung müssen die Teilnehmer denn mitbringen?

Stahuber: Wir waren schon Langlaufen und sind eine Skitour gegangen. Da ist die entsprechende Ausrüstung natürlich Voraussetzung. Wer das Material nicht hat muss sich eben etwas ausleihen oder kann das eine Mal nicht mitmachen. Dinge wie Seil und Pickel braucht es bei unseren Wanderungen aber nicht.

Interessierte

finden weitere Infos beispielsweise hinsichtlich der geplanten Touren sowie zur Anmeldung entweder unter www.alpenverein-miesbach.de oder bei Bernd Stahuber unter 0 80 25 / 39 71.

Rubriklistenbild: © dpa

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