Wirtschaftsempfang
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Volles Haus: Der Wirtschaftsempfang 2016 der SMG im Waitzinger Keller.

Beste Stimmung - und erfrischend kurze Ansprachen

Wirtschaftsempfang 2016: Das war der Abend

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Landkreis – Zwei Unternehmen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben den Wirtschaftspreis des Landkreises erhalten: der Lanserhof und dasistweb. Ein Stimmungsbericht.

Kurzzeitig machte im Saal das Gerücht die Runde, Johannes B. Kerner werde mit dabei sein. Der TV-Moderator flimmerte nicht über die Bühne beim Wirtschaftsempfang der Standort10marketing-Gesellschaft (SMG) des Landkreises, dafür aber Michael Käfer. Fernsehen, Feinkost, Kerner, Käfer – kann ja mal passieren.

Auch ohne Kerner bekamen die Besucher im Waitzinger Keller in Miesbach einiges zu sehen. Da war Moderatorin Anja Frank aus Gmund, die gleich zu Beginn versprach, dazwischenzugrätschen, wenn jemand aus dem Zeitfenster fällt. Stammgäste atmeten in Erinnerung an kräftezehrende Ansprachen im Vorjahr erleichtert auf. Da war der Verleger und Publizist Wolfram Weimer, der in seinem erfrischend kurzweiligen Festvortrag einen entlarvenden Blick hinter die Kulissen der Berliner Medienrepublik warf. Und da waren Barbara Gasteiger und Franz Jetzinger, die als Duo WisÁWis beeindruckend Harfe und Saxophon verschmolzen.

Vordergründig ging es natürlich um Wirtschaft und regionale Kreisläufe an diesem Abend. Letzteres umschreibt nicht die Pilgerscharen, die nach dem offiziellen Teil die Schmankerlplatten im Gewölbekeller umrundeten. Gemeint sind Institutionen wie der Unternehmerverband Landkreis Miesbach (UVM) und Projekte wie die Öko-Modellregion. Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) bekannte sich in diesem Zusammenhang zu seinem wirtschaftsfreundlichen Kurs und vor vollem Saal zur Ansiedlung der Firma Sixtus in Schliersee. „Wir alle wissen, wie wichtig die Landschaft ist, aber unsere Firmen müssen sich auch entwickeln können“, sagte Rzehak. „Dazu ist es manchmal notwendig, auch etwas zu opfern und Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen.“ Die Politik werde hier sorgfältig abwägen, auch in Zukunft.

Käfer & Co.: Das Who's Who beim Wirtschaftsempfang

Zuvor hatte UVM-Vorsitzender Klaus Dieter Graf von Moltke den Landrat bereits als jemanden bezeichnet, „der mit uns geht und über sein Handeln den Weg nach vorne bereitet“. Auch in den Bürgermeistern hätten Unternehmerverband und Standortmarketing-Gesellschaft starke Partner: „Sie sind die ersten Wirtschaftsförderer ihrer Kommunen.“

Moltke unterstrich die Bedeutung der SMG für den Landkreis. Ob Handwerk, Tourismus oder Industrie – sie schaffe die Grundlage für interdisziplinäres Arbeiten und sei damit viel mehr als nur eine Marketing-Gesellschaft. Als Standortentwicklungs-Gesellschaft trage sie zu qualitativem wirtschaftlichem Wachstum im Landkreis bei. Im Zusammenspiel mit dem Unternehmerverband schaffe sie ein Zuhause für die Unternehmen und damit auch für die Menschen. „Wir sind beseelt von der Idee“, sagte Moltke, „die Unternehmen und den Landkreis zu entwickeln.“ Immer mehr schließen sich dieser Mission an: Just wenige Stunden vor der Veranstaltung war die Bayerische Oberlandbahn als 150. Mitglied dem Verband beigetreten.

SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid beleuchtete die einzelnen Handlungsfelder seiner Organisation und bekräftigte, dass der Landkreis auch für Startups und neue Formen der Arbeit offen sei. „Wir wollen keine Rückzugsregion sein, sondern gerade auch für junge und innovative Leute der richtige Ort, um zu leben und zu arbeiten.“

Die Verleihung der Wirtschaftspreise an dasistweb und Lanserhof (siehe Kasten) sollte dann auch ein wenig die Bandbreite des Unternehmertums zeigen. Zumindest an diesem Abend war ihnen die ungeteilte mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit gewiss. Nobelpreisträger können das nicht von sich behaupten, wie zuvor in Weimers Vortrag der Vergleich mit diversen Showsternchen gezeigt hatte. „Wir schätzen“, sagte er, „das Können der Menschen heutzutage viel zu gering.“

sh

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