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So soll das neue Pfarrheim aussehen.

Die nächsten Schritte

So geht es beim Miesbacher Pfarrheim weiter

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Miesbach - Auch ohne festen Pfarrer für die Kreisstadt: Der Neubau des Miesbacher Pfarrheims liegt im Plan. Im Februar startet die einjährige Planungsphase, in der auch der Bauausschuss der Stadt beteiligt werden soll. Dabei hat das Gremium seine eigenen Vorstellungen in Sachen Neubau.

Die Kreisstadt wird auch die nächste Zeit ohne eigenen Pfarrer auskommen müssen. Wie berichtet, hat sich nach dem Abgang von Miesbachs Stadtpfarrer Stefan Füger kein Interessent gefunden, das vakante Amt zu übernehmen. Was für die Abläufe in der Kirchengemeinde Probleme aufwirft, ist für den geplanten Neubau des Pfarrheims an der Kolpingstraße jedoch ohne Belang. „Es geht alles weiter seinen Weg“, erklärt Kirchenpfleger Siegfried Rummel, der das Bauprojekt begleitet. „Der Neubau läuft unabhängig vom Pfarrer.“

Denn Bauherrin ist die Kirchenstiftung, die durch die Kirchenverwaltung vertreten wird. In diesem Gremium hat der Pfarrer nur eine Stimme. Dessen Vertreterin ist laut Rummel Pastoralreferentin Kathrin Baumann.

Die nächsten Schritte stehen in Kürze an. 460 000 Euro für die Planungsphase des rund 4,2 Millionen Euro teuren Projekts hat das Ordinariat bereits bewilligt. Anfang Februar findet dort die sogenannte Submission statt, bei der die Fachplaner beauftragt werden. Dabei sind, so Rummel, auch zwei Interessenten aus Miesbach.

Ein Jahr wird es dauern, bis die Planungen in den verschiedenen Gewerken stehen. Dazwischen wird der Bauausschuss immer wieder informiert. Dass der sich bislang von der Gestaltung wenig begeistert zeigt, kann Rummel nicht nachvollziehen: „Auch der Pfarrgemeinderat hat sich einstimmig für dieses Modell ausgesprochen.“ Zudem habe Kreisbaumeister Werner Pawlovsky, der beim Architektenwettbewerb dabei war, den Entwurf gelobt, „weil er sich von der Masse abhebt“. Dabei weiß Rummel, dass auch bei einem Teil der Mitglieder der Kirchengemeinde ähnliche Bedenken bestehen wie beim Bauausschuss, jedoch betont der Kirchenpfleger: „Wir bauen ein Pfarrheim und kein Einfamilienhaus.“

Ein gemeinsames Bekenntnis zum Neubau braucht es dennoch. Denn die Pfarrei soll 40 Prozent der Kosten aufbringen – den Rest trägt das Ordinariat. „Es geht dabei vor allem darum, dass die Miesbacher zeigen, dass sie das Pfarrheim wirklich wollen“, erklärt Rummel. Dann sei das Ordinariat kulant.

Um möglichst viel zum eigenen Anteil sammeln zu können, ist die Pfarrei bereits ins sogenannte Fundraising eingestiegen – die Spendenaktion läuft. Ein Flohmarkt im Dezember habe 500 Euro eingebracht, berichtet Rummel. Auch ein Benefizkonzert habe es schon gegeben. Es seien vergleichsweise nur kleine Erlöse, „aber wir haben ja zwei Jahre Zeit. Vor allem geht es darum, unser Engagement zu zeigen.“

Ende 2018 entscheidet der Vergabeausschuss des Ordinariats, ob der Neubau grünes Licht bekommt. Bei einem Abriss Anfang 2019 und einer zweijährigen Bauzeit könnte das neue Pfarrheim Ende 2020 bezugsfertig sein.

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