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Freiraum mit Entwicklungspotenzial: Der nördliche Bereich des Marktplatzes beim Wäschegeschäft Grabmaier soll künftig autofrei sein. Wie dadurch die Aufenthaltsqualität verbessert werden soll, ist noch offen.

So geht‘s weiter bei der Marktplatz-Neugestaltung

Bis Frühsommer soll alles fertig sein

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Zum Stadtjubiläum soll auch der Miesbacher Marktplatz neu erfunden werden. Weniger Autos, dafür mehr Aufenthaltsqualität lautet das Ziel. Bis alles umgesetzt ist, ist Geduld gefragt. Erst im Frühsommer wird der neue Platz fertig sein. Denn selbst einfache Änderungen brauchen Zeit.

Noch sieht alles aus wie immer, doch im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die Neugestaltung des Miesbacher Marktplatzes. Derzeit werde die Lage von Fahrbahn, Freiflächen, Radständer und E-Bike-Ladestationen detailliert geplant, berichtet Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD).

Wie berichtet, hatte der Arbeitskreis (AK) Marktplatz – bestehend aus den vier Stadträten Astrid Güldner (Grüne), Dirk Thelemann (CSU), Fertl und Initiator Markus Seemüller (FW) – fraktionsübergreifend ein Konsenskonzept entwickelt, das als Grundlage für die weitere Entwicklung dienen soll. Architekt Thomas Schneider hatte den Vorschlag visualisiert, jedoch nicht in einem Detailplan. „Dieser wird nun gemacht“, sagt Fertl. Dazu wurde bereits der gesamte Marktplatz exakt vermessen.

Im Februar will der AK noch mal zusammenkommen, um die eigene Planung abzustimmen. Dann sollen die Geschäftsleute Gelegenheit bekommen, die überarbeitete Version zu beurteilen, bevor der Stadtrat sein Okay geben soll. Im Stadtentwicklungsausschuss sollte der neue Marktplatz ebenfalls besprochen werden. Für den heutigen Dienstag war deshalb eine Sitzung angesetzt worden. Diese wurde nun aber kurzfristig abgesetzt – mangels Themen.

Gibt es grünes Licht, starten die Arbeiten: Fahrbahn und Parkplätze müssen markiert werden, Radlständer und eine Ladestation für E-Bikes sollen installiert werden. Zum Aufhübschen sind Blumenkästen und neue Sitzbänke vorgesehen. „Unser finanzieller Rahmen ist aber bescheiden“, betont Fertl. Maximal 50 000 Euro seien vorgesehen, wobei ein Teil für die Ladestation benötigt wird. „Eine solche kostet zwischen 5000 und 20 000 Euro.“ Auch eine offizielle Eröffnung solle nicht fehlen.

Dann beginnt der Test. „Wir werden schauen, wie die Veränderungen von den Bürgern angenommen werden“, sagt Fertl, der es am sinnvollsten hält, einfach loszulegen und dann bei Bedarf nachzujustieren. „Die Praxis ist der beste Test. Das soll sich ja alles dynamisch entwickeln.“

Mit der neuen Marktplatz-Gestaltung kommt auch das beschlossene Tempo 20 zum Tragen. Fertl ist schon sehr gespannt, wie alles bei den Leuten ankommt. Letztlich gebe es ja nur drei Bewertungskategorien: „Es gefällt nicht. Es gefällt. Oder es gefällt so gut, dass die Zahl der Autos weiter schrittweise reduziert werden sollte.“

ddy

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