Neue Bäume für Miesbach: Wie hier am Waitzinger Berg werden derzeit entlang der Schlierseer Straße Ersatzpflanzungen vorgenommen.
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Neue Bäume für Miesbach: Wie hier am Waitzinger Berg werden derzeit entlang der Schlierseer Straße Ersatzpflanzungen vorgenommen.

ASIATISCHER LAUBHOLZBOCKKÄFER - Ersatzpflanzungen an der Schlierseer Straße

So viel Geld investiert Miesbach in neue Bäume, um die ALB-Lücken zu füllen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Der Frühling kommt, und Miesbach bekommt neue Bäume. Seit gestern werden im Bereich der Schlierseer und Bayrischzeller Straße die neuen Gehölze gepflanzt. Eine Aktion mit Symbolcharakter.

Denn die neuen Bäume sollen jene ersetzen, die 2020 gefällt werden mussten, um den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) zu bekämpfen.

Die Stadt lässt sich die Wiederaufforstung einiges kosten. Auf 14 000 Euro kommen die rund 30 Bäume, die eine Firma einsetzt. Zwei bis drei Tage werden die Arbeiten laut Bauhofleiter Jürgen Fischer dauern. Da Miesbach immer noch unter Quarantäne ist, dürfen jedoch nur Gattungen gesetzt werden, die dem ALB nicht als Wirtspflanze dienen.

ALB-resistente Baumarten

Deshalb hat man sich für Eichen, Magnolien, Felsenbirnen, echte Korkbäume und Gleditschien entschieden. Damit entsprechen sie den derzeit zugelassenen Arten, um dem ALB keinen neuen Eiablageraum zu bieten. Wenn die Quarantäne planmäßig zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen ist, dürfen auch wieder die ALB-anfälligen Baumarten verwendet werden.

„Wichtiges Zeichen für die Miesbacher“

Für Bürgermeister Gerhard Braunmiller ist es ein wichtiges Zeichen für die Miesbacher, dass die Lücken wieder mit Grün aufgefüllt werden. Wie berichtet, war im Sommer 2019 auf dem Gelände des Finanzamts der ALB nachgewiesen worden. Der aus Asien eingeschleppte Schädling, der zur Eiablage Löcher in die Stämme von 29 Laubbaumarten bohrt – darunter Ahorn, Birke, Kastanie, Linde und Pappel – und sie so bei starkem Befall existenziell schädigt, wird von der Europäischen Union als sehr gefährlich eingestuft

Fällungen in der Befallzone

Um die Verbreitung zu verhindern, wurde 2015 ein Durchführungsbeschluss erlassen, der die Bekämpfung und Ausrottung des ALB zwingend vorgibt. In Miesbach wurden deshalb unter Federführung der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising alle potenziellen Wirtsbäume im Umkreis von 100 Metern um das Finanzamt - die sogenannte Befallzone - gefällt.

ddy

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