Grußwort vom Generalsekretär: Mit einer Videobotschaft wandte sich Lars Klingbeil beim virtuellen Neujahrsempfang an die Genossen aus dem Landkreis.
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Grußwort vom Generalsekretär: Mit einer Videobotschaft wandte sich Lars Klingbeil beim virtuellen Neujahrsempfang an die Genossen aus dem Landkreis.

Einstimmung auf die Bundestagswahl

SPD-Neujahrsempfang: Kreisverband trifft sich zu virtueller Diskussion

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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In einer Videokonferenz traf sich Spd-Kreisverband Miesbach zum Neujahrsempfang. Auf der Agenda standen sozialdemokratische Themen aller Art.

Landkreis - Weil der SPD-Jahresempfang bisher stets für Nähe, Menschlichkeit und tolle Gespräche unter den Genossen sorgte, wollte die Kreis-SPD diesen trotz Corona nicht ausfallen lassen. Um gut in das Wahljahr 2021 zu starten und – wie es der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Tim Siebeneicher formulierte – sich gegenseitig zu motivieren, hielt die SPD den Empfang am Mittwochabend online ab.

SPD will sich gegen Spaltung der Gesellschaft stellen

Schon mit der Videobotschaft von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wurden die Genossen auf die anstehende Bundestagswahl eingestimmt. Er forderte seine Parteifreunde auf, solidarisch zu bleiben, zusammenzuhalten und als Bollwerk gegen die Gesellschaftsspalter zu stehen. Und er schwor sie ein, sich hinter Kanzlerkandidat Olaf Scholz zu stellen.

Das tat Unterbezirksvorsitzender Hannes Gräbner, nachdem er das Corona-Jahr hatte Revue passieren lassen. Er betonte, dass die SPD „sozialdemokratische Herzensangelegenheiten“ wie die Grundrente erringen konnte. „Die sozialdemokratische Komponente muss wieder mehr in den Vordergrund treten“, forderte er für die anstehende Bundestagswahl, ohne erneut auf seine Ambitionen als Kandidat einzugehen. Wiessees Bürgermeister Robert Kühn erinnerte daran, dass Wahlkampf Spaß mache, wenn alle gemeinsam anpacken – auch wenn er sich oft als Sisyphusarbeit ausnehme.

Von ihren Erfahrungen als SPD-Mitglieder berichteten – teils kritisch, teils humorvoll – Kreisrätin Christine Negele aus Tegernsee, Ex-Gemeinderätin Irmi Ammer aus Holzkirchen und Sepp Fischbacher aus Weyarn, die für ihr 40-jähriges beziehungsweise 54-jähriges Parteijubiläum geehrt wurden. Sie schalteten sich immer wieder in die anschließende Diskussion zwischen den Jusos Anne Spahmann und Irem Kami mit den SPD-Bürgermeistern Robert Kühn und Michael Falkenhahn aus Otterfing sowie Hannes Gräbner ein.

Belastung der Schüler und Lohngerechtigkeit

Die aktuelle, durch die Pandemie verursachte psychische Belastung von Schülern und Studenten kam dort ebenso zu Sprache wie das Thema Homeoffice, das es für die Zukunft zu entwickeln gilt, damit die Menschen weder zu Hause, noch in ihrem Arbeitsleben vereinsamen: „Mitnehmen, informieren, weiterbilden!“, war dabei Gräbners Devise, außerdem ein Mindestlohn von mindestens zwölf, besser 15 Euro, Lohngerechtigkeit insbesondere für Menschen, die im Gesundheitswesen und in der Pflege tätig sind und eine Vermögensabgabe von „Superreichen“.

Bezahlbarer Wohnraum, Flüchtlingspolitik und Klimawandel

Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch Kommunen, Genossenschaften, aber auch durch Unternehmen (Stichwort Dienstwohnungen) wurde in der Runde ebenso diskutiert wie die Europa- und die Flüchtlingspolitik sowie der Klimawandel. Dabei wies Bürgermeister Falkenhahn auf das Windkraft-Projekt in seiner Gemeinde hin, das als Pilotprojekt für den Landkreis gelte. Mit den Worten „Dieses Land braucht uns und unsere Ideen“ und der Bekundung, dass die SPD wieder ins Kanzleramt will, schloss Moderator Tim Siebeneicher nach eineinhalb Stunden den SPD-Online-Jahresempfang. ak

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