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Beim Abschlusstreffen zur Spendenaktion waren alle Beteiligten dabei, um den Scheck über 105.000 Euro entgegen zu nehmen.

Spendenaktion "Leser helfen Lesern"

„Bei uns passt die Gesellschaft noch“

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Miesbach - Zahlreiche Aktionen und die Spendenbereitschaft vieler Leser haben es ermöglicht: Die Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ kann heuer drei soziale Einrichtungen mit insgesamt 105 000 Euro unterstützen. 

Ganz gleich, wie stark ein Mensch ist – physisch oder psychisch: Jeder kann in eine Situation kommen, in der er Hilfe von außen benötigt. Um ebendiesen Menschen unter die Arme greifen zu können, gibt es zahlreiche Hilfsorganisationen im Landkreis. Mit der Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ von Miesbacher Merkur, Holzkirchner Merkur und Tegernseer Zeitung erhielten drei Einrichtungen finanzielle Unterstützung. Am Donnerstagabend trafen sich die Begünstigten der Aktion im Sitzungssaal des Landratsamts zur Scheckübergabe.

Fast 10 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr waren bei der diesjährigen Aktion zusammengekommen – insgesamt 104 236,50 Euro. Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, die kostenlos das Konto verwaltet und Überweisungsträger zur Verfügung stellt, rundete auf 105 000 Euro auf. „Das ist ein ganz tolles Ergebnis, das ohne das Engagement der Leserinnen und Leser nicht möglich gewesen wäre“, stellte Redaktionsleiter Stephen Hank fest. 

Auch viele einheimische Familien befinden sich in schwierigen Situationen

Neben deren Spenden hatten zahlreiche karitative Aktionen im Landkreis die Summe weiter in die Höhe getrieben. Um ein Thema kam die Aktion auch diesmal nicht umhin: „Flüchtlinge beschäftigen die Gesellschaft, und der Bedarf an Unterstützung ist nicht weniger geworden“, erklärte Hank. Deshalb wurde der Pakt für Integration und Arbeit (PIA) mit einem Drittel der Summe bedacht. 

Pia vermittelt Asylbewerbern Arbeit

Kreisintegrationsbeauftragter Max Niedermeier war bereits zum zweiten Mal bei „Leser helfen Lesern“ mit einem Projekt zur Eingliederung von Flüchtlingen dabei: erst mit Deutschunterricht für die Flüchtlinge, nun mit PIA. Das aktuelle Programm will Flüchtlingen helfen, Arbeit zu finden. Erst vor Kurzem wurde zu diesem Anlass der Förderverein PIA gegründet – auch einen eigenen Webauftritt gibt es bereits. Doch nicht nur Flüchtlinge sind auf Hilfe angewiesen – auch einheimische Familien befinden sich zum Teil in schwierigen Situationen. 

Landrat Rzehak: Jeder hat eigene Probleme, aber trotzdem wird anderen geholfen

Familienpflegerin Theresa Rummel (r.)

Für sie ist unter anderem die Familienpflege der Caritas und die Demenzbetreuung des Bayerischen Roten Kreuzes eine große Hilfe. Die Demenzbetreuung benötigt behindertengerechtes Mobiliar – das kann sich das BRK nun leisten. „Ich komme aus München und hatte keine Ahnung von dem starken Zusammenhalt hier im Landkreis“, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling. Auch Birgit Woitynek, Leiterin der Familienpflege, freute sich über den großen Zuschuss: „Oft zahlen die Kassen bei den Maßnahmen nichts. Dafür werden wir das Geld gerne hernehmen.“ 

Die Demenzbetreuung des BRK

Schirmherr der Spendenaktion war wie schon im Vorjahr Landrat Wolfgang Rzehak. Unter anderem mit einem teuer ersteigerten Whisky beteiligte er sich auch finanziell an „Leser helfen Lesern“ – zudem unterstützte vor allem bei den Prozessen im Hintergrund. „Bei uns passt die Gesellschaft noch“, betonte auch der Landrat bei der Scheckübergabe. Jeder habe eigene Probleme, aber trotzdem werde anderen Menschen geholfen. Auch im nächsten Jahr will er wieder mit anpacken, versprach Rzehak: „Jeder weiß, dass das Geld sinnvoll ankommt.“

Auf dem Foto: (v.l.) Andrea Steinberg-Schmid, Jürgen Brenner (beide Förderverein PIA), Monika Bürger (Leiterin BRK-Demenzbetreuung), Peter Janssen (Förderverein PIA), Theresa Rummel (Caritas-Familienpflege), Miesbachs Vize-Bürgermeister Paul Fertl, Kreisintegrationsbeauftragter Max Niedermeier, Haushams Vize-Bürgermeister Josef Schaftari, Birgit Woitynek (Fachgebietsleiterin Caritas-Familienpflege), Landrat Wolfgang Rzehak, BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling, Redaktionsleiter Stephen Hank, Christl Peter-Müller (Caritas-Familienpflege), stellvertretende BRK-Kreisgeschäftsführerin Isolde Besel, Marianne Titz (BRK) und Sparkassen-Chef Martin Mihalovits.

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