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Justiz erhebt Anklage in Miesbacher Sponsoringaffäre

Sponsoring-Affäre um die Kreissparkasse

Staatsanwaltschaft konkretisiert Anklagen gegen Kreidl & Co.

In der Sponsoring-Affäre um die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee hat die Staatsanwaltschaft München II nun unseren Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigt.

Miesbach - Demnach richten sich die Vorwürfe gegen 13 Beschuldigte. Es handele sich um aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Allein die Ermittlungsakten sollen dem Vernehmen nach mehr als 6000 Seiten umfassen.

In der Affäre geht es um diverse Verdachtsfälle von Untreue in den Jahren 2008 bis 2013. Den Beschuldigten – darunter Ex-Sparkassen-Chef Georg Bromme und Ex-landrat Jakob Kreidl – wird vorgeworfen, durch Immobilienkäufe, gesponserte Ausflüge von Kommunalpolitikern und teure Renovierungen von Amtsräumen ihre Pflichten verletzt zu haben.

Wir berichteten bereits am Montag: Kreidl-Affäre: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage - was wir wissen. Lesen Sie hier auch alle Ereignisse der letzten drei Jahre bis zur Anklageerhebung.

Die Staatsanwaltschaft hat nun zwei Anklagen zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II erhoben und dabei die Angeschuldigten in zwei Verfahren getrennt: einerseits die sechs einfachen Mitglieder des Verwaltungsrats, andererseits die sieben höherrangigen Akteure aus dem Vorstand der Sparkasse.

Die Ermittlungen hatten sich zunächst gegen 20 Beschuldigte gerichtet. Gegen zwei wurden laut Staatsanwaltschaft München II Strafbefehle beantragt, die durch das Amtsgericht München erlassen wurden und bereits rechtskräftig sind. Gegen vier Beschuldigte sei das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Bei einem der Beschuldigten erfolgte eine Verfahrenseinstellung aus Rechtsgründen.

dpa/ddy

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