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Der junge Pfarrer geht ins neue Leben: Mathias Klein-Heßling und seine Eltern beim Kirchenzug. Fotos: Andreas Leder
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Der junge Pfarrer geht ins neue Leben: Mathias Klein-Heßling und seine Eltern beim Kirchenzug. Fotos: Andreas Leder
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Gemeinsam am Altar: Der Primiziant (3.v.l.) mit Konzelebranten, darunter (v.l.) Paul Janßen und Michael Mannhardt.
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Primiz in Miesbach 

Die Stadt feiert mit Mathias Klein-Heßling

Es war ein schöner Start ins Leben als Pfarrer, den die Miesbacher Mathias Klein-Heßling zur Primiz bescherten: Hunderte feierten am Sonntag mit dem jungen Miesbacher seine erste Heilige Messe.

Miesbach– Das Herz schien Mathias Klein-Heßling, der am 2. Juli zum Priester geweiht worden war, schier überzulaufen – vor Freude und ein bisschen auch vor Aufregung. Immerhin hatten sich mehr als 500 Miesbacher eingefunden, um ihn vorbei am Rathaus durch die Altstadt hinauf zur Stadtpfarrkirche und weiter über den Stadtplatz zu seiner ersten Heiligen Messe im Waitzinger Park zu geleiten: Vertreter des Pfarrverbands und der Stadt, der Ortsvereine und der Feuerwehr, Familie, ehemalige Klassenkameraden und Kommilitonen. Der Weg des Zugs war mit Blumen und weiß-gelben Festtagsfahnen geschmückt. Der Theaterstadl des Trachtenvereins diente als Altarraum, das mit Bierbänken ausgestattete Oval unter den hohen Bäumen als Kirchenraum. Mit den Sonnensprenkeln, die durch das Blätterdach fielen, und der feinen, zurückhaltenden Musik des Musikvereins war die Stimmung gleichermaßen freudig und erhaben.

Sechs Geistliche zelebrierten mit ihrem 28 Jahre jungen Kollegen den Gottesdienst, Pfarrer Paul Janßen aus Trostberg, Pfarrverbandsleiter Michael Mannhardt, Padre Enrique Rosner, Pater Primus Asega sowie die Diakone Franz Mertens und Ferdinand Bergrab, der im kommenden Jahr Primiz in Miesbach feiert. Janßen übertrug in seiner Predigt das Gleichnis vom Sämann auf den Primizianten: „Und einige Saat fiel auf gutes Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges sechzigfach und einiges hundertfach.“ Die Saat sei mit Mathias Klein-Heßling aufgegangen. Begünstigt hätten das seine Eltern, die ihn mit Liebe ins Leben hineinführten, und sein Heimatort mit Stadtpfarrer Axel Meulemann, der mit ihm die Frage nach der Berufung besprochen habe. „Aber es ist immer der Mensch, der die Saat, also das Wort Gottes, hört, annimmt und Frucht tragen lässt.“

Deshalb sei das Hinhören, Hinschauen und Verstehen wichtig. An Klein-Heßling gewandt, sagte Janßen: „Hinhören wird ein Teil deiner Arbeit werden. Dir wurden zwei Ohren gegeben. Ein Ohr zum Hören, was die Menschen dir sagen werden. Das andere, um in dich hineinzuhören, wo Gott wohnt. Zwei Augen hast du, um nicht nur Bilder zu sehen, sondern auch Vorgänge zu erkennen. Und ein Herz, das voll ist vom Wohl Gottes, das versteht und das Türen öffnet.“

Der frisch geweihte Pfarrer freute sich sichtlich über die Worte seines Kollegen und über den freudvollen Gesang der Gemeinde. Sein „Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch“ war so aufrichtig und herzlich auf „seine“ Gemeinde ausgerufen, wie man es selten hört. „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Matthäus 12,34) lautet der Primiz-Spruch Klein-Heßlings. Gestern war es Dankbarkeit gegenüber Eltern und Familie sowie allen Miesbachern, die geholfen hätten, sein Fest möglich zu machen.

Nachdem der junge Pfarrer glücklich und stolz die Primizbänder segnete, die er anschließend an allen Vereinsfahnen seiner Heimatstadt befestigte, ging es hinunter in die Haberer-Schupf. Dort gratulierten viele Miesbacher „ihrem“ Mathias persönlich. Nach dem Tischgebet wurde gegessen und gefeiert. Die Musik spielte zünftig auf. Vize-Bürgermeister Paul Fertl überreichte dem jungen Pfarrer, der in Rosenheim tätig sein wird, den historischen Wening-Stich der Stadt zur Erinnerung, gratulierte und stellte fest: „Wirklich die ganze Stadt feiert mit ihm.“

Alexandra Korimorth

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