Was wird aus dem Funcourt? Im Rahmen der Renovierung könnte das multifunktionale Spielfeld an der Badstraße in eine Streetball-Anlage umgebaut werden, die mit nur einem Korb auskommt. Foto: Thomas Plettenberg
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Im Rahmen der Renovierung wollen die Grünen das multifunktionale Spielfeld an der Badstraße um eine Streetball-Anlage erweitern, die mit nur einem Korb auskommt.

FUNCOURT - Diskussionen über Vorstoß der Grünen

Stadt Miesbach prüft Streetball-Antrag

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Miesbach – Der Antrag der Fraktion der Grünen, den Funcourt neben dem Warmfreibad in Miesbach um eine Streetball-Anlage zu erweitern, hat für reichlich Diskussionen im Stadtrat gesorgt. „Wir wollen ja die Multifunktionalität des Funcourt erhalten“, erklärte Fraktionssprecher Manfred Burger.

Wie berichtet, wollen die Grünen die Streetball-Anlage, die für die Neugestaltung der Riviera ein Thema ist, lieber ans Bad verlegen – sei es zusätzlich in den Funcourt oder südlich des Bads, wo derzeit der Parkplatz ist.

Während Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) keine Gründe dagegen sah, den Prüfauftrag zu erteilen, kritisierte Markus Seemüller den Vorstoß der Grünen. „Um was geht es denn?“, fragte der Fraktionssprecher der Freien Wähler. „Jugendliche haben durch die coronabedingten Kontaktbeschränkungen eine besondere Belastung. Ausgerechnet diese Gruppe will man nun in der Riviera nicht angemessen berücksichtigen.“ Mit dem Antrag der Grünen habe man nun die Jugend verunsichert, stellte Seemüller mit Blick auf die rund zehn Jugendlichen fest, die die Sitzung verfolgten. „Der Funcourt ist beliebt so, wie er ist.“ Und generell müsse man mit einem einfachen Prüfauftrag keine 24 Stadträte beschäftigen. Das könne Vize-Bürgermeisterin Astrid Güldner (Grüne) selbst veranlassen.

„Wir wollen niemandem den Platz rauben“, entgegnete Güldner. Der Prüfantrag sei transparent, und es sei nicht ihr Stil, hinter dem Rücken des Bürgermeisters eigene Prüfaufträge zu erteilen. Jugendreferent Christian Mittermaier (CSU) konnte Seemüllers Unmut ebenfalls nicht nachvollziehen: „Man muss auch andere Meinungen akzeptieren. Ich finde es gut, dass alle voller Tatendrang sind.“

Gegen die Umnutzung des Freibadparkplatzes sprach sich Aline Brunner (FWG) aus – daher sollte dies im Prüfauftrag, der mehrheitlich angenommen wurde, nicht beinhaltet sein. Dieser Antrag fand jedoch keine Mehrheit im Stadtrat.

ddy

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