Corona-Krise in Bayern: Söder befürchtet Masken-Hamsterkäufe - Ansteckung bei Wahlhelfern unklar

Corona-Krise in Bayern: Söder befürchtet Masken-Hamsterkäufe - Ansteckung bei Wahlhelfern unklar
+
Altes Bündnis neu besiegelt: Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (M.) und GWM-Vorsitzender Florian Brunner unterzeichnen im Beisein von dessen Stellvertreterin Uschi Liebhardt den neuen Vertrag.

Stadt verlängert mit der GWM

Gemeinsam Miesbachs Bekanntheit steigern

  • schließen

Das Schöne an Miesbach erhalten und das Marketing ausbauen – dieses Ziel verbindet die Stadt und den Gewerbeverband GWM miteinander. Der vor zwei Jahren gemeinsam eingeschlagene Weg hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden. Grundlage ist ein neuer Kooperationsvertrag.

Die Entscheidung im Stadtrat liegt schon etwas zurück. Im Juni hatte der Stadtrat grünes Licht gegeben, den finanziell aufgebesserten und auf zwei Jahre befristeten Vertrag mit dem Gewerbeverein Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM), der zum 31. Dezember 2018 ausläuft, zu verlängern. Und zwar unbefristet.

Auch finanziell wurde er gewissermaßen aufgebessert. Im befristeten Vertrag ist festgelegt, dass die GWM für die Durchführung ihrer fünf Veranstaltungen einen Zuschuss über 25 000 Euro erhält. Diesen Betrag erhält sie auch künftig, jedoch muss sie für dieses Geld nur noch vier Veranstaltungen – nämlich Kulinarischer Abend, 1000-Lichterglanz, Weihnachtsgasserl und Frühlingsgasserl (ehemaliges Blumenfest) – durchführen. Der Schmankerlherbst wurde wegen geringer Resonanz beim Publikum ersatzlos gestrichen.

Bei der Unterzeichnung des unbefristeten Vertrags am Donnerstag im Rathaus zeigten sich Bürgermeisterin Ingrid Pongratz sowie GWM-Vorsitzender Florian Brunner und dessen Stellvertreterin Uschi Liebhardt sehr zufrieden mit der bisherigen Zusammenarbeit. „Wir wissen die Leistungen sehr zu schätzen“, versichert die Bürgermeisterin, während der GWM-Vorsitzende die gute Unterstützung durch die Stadt betont. Vor allem die enge Kooperation mit dem Kulturbetrieb Waitzinger Keller habe sich mehr als bewährt. Brunner: „Dort greift man uns beim Marketing sehr unter die Arme.“ Durch Max Kalup, den stellvertretenden Leiter des Kulturbetriebs, der bei der GWM als Schriftführer fungiert, ist der Waitzinger Keller in die GWM eingebunden.

Immerhin haben Stadt und Gewerbeverband ein gemeinsames Ziel: die Kreisstadt attraktiv zu erhalten und entsprechend zu bewerben, damit immer mehr Leute Miesbach mit seiner einzigartigen Innenstadt und den inhabergeführten Geschäften entdecken können.

Das Schöne an der Zusammenarbeit – das bekräftigen alle Beteiligten – sei die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die Pongratz sehr wichtig ist. Dies funktioniere auch bei konfliktreichen Themen wie der geplanten Verkürzung der Parkzeit am Marktplatz, wie die Bürgermeisterin zusammenfasst: „Ich wollte damals mit der Idee, die erlaubte Parkzeit am Marktplatz zu verkürzen, Parkmöglichkeiten für mehr Kunden schaffen.“ Dabei sei ihr jedoch nicht bewusst gewesen, dass viele Stammkunden längere Parkzeiten wollen, um ihre Einkäufe in mehreren Läden machen zu können. Was Liebhardt bestätigt: „Viele kaufen ein und wollen ihre Waren gleich ins Auto packen, um sie nicht mitschleppen zu müssen.“ Der Stadtrat habe dem Vorstoß zugestimmt, jedoch unter dem Vorbehalt, dass auch die GWM einverstanden sei. Sie war es nicht. „Also haben wir es gelassen, wie es ist“, sagt Pongratz. „Das war kein Problem.“

Auf die GWM wurde auch bei der Kostenberechnung von Leistungen des Bauhofs bei Veranstaltungen eingegangen. „Früher wurden uns die Arbeitsstunden in Rechnung gestellt, was für uns vorab schwer zu kalkulieren war“, erklärt Brunner. Nun habe die Stadt ihre Satzung generell geändert: Fällig werden künftig – für alle Vereine – 150 Euro pauschal pro Veranstaltung sowie fünf Euro für jedes aufzustellende Verkehrsschild.

Dass Miesbach seine Fans hat, berichtet Liebhardt. So gebe es Touristen aus Frankreich und Italien, die schon seit Jahren in der Kreisstadt Station machen. Und aus München kämen immer mehr Kunden, die das entspannte Einkaufen in Miesbach schätzen.

ddy

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau randaliert in Schliersee - Passanten greifen ein, bis Polizei kommt
Eine regelrechte Schneise der Zerstörung hat eine 44-jährige Schlierseerin in ihrem Wohnort hinterlassen. Passanten konnten die Frau schließlich stoppen, bis die Polizei …
Frau randaliert in Schliersee - Passanten greifen ein, bis Polizei kommt
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Gesundheitsamt mit wichtigem Appell an alle Getesteten
Der Landkreis Miesbach steht wegen des Coronavirus weitgehend still. Alle News hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Gesundheitsamt mit wichtigem Appell an alle Getesteten
Wegen Coronavirus: „Schliersee liest“ erst 2021
Die Bücherwürmer sind enttäuscht: Wegen des Coronavirus muss die Premiere der Veranstaltungsreihe „Schliersee liest“ auf 2021 verschoben werden. Doch es gibt auch gute …
Wegen Coronavirus: „Schliersee liest“ erst 2021
Große Aufgaben warten auf den neuen Bürgermeister von Miesbach
Gerhard Braunmiller (CSU) ist ab Mai neuer Bürgermeister von Miesbach. Doch schon jetzt ist klar: Auf ihn wartet keine leichte Amtszeit.
Große Aufgaben warten auf den neuen Bürgermeister von Miesbach

Kommentare