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Optimistischer Start: Ohne Bürgermeisterin Ingrid Pongratz eröffnete der AK Marktplatz mit (ab 2.v.l.) Zweitem Bürgermeister Paul Fertl, Markus Seemüller, Astrid Güldner und Dirk Thelemann den umgestalteten Unteren Markt.

Neuer Marktplatz soll geprüft werden - aber wie?

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Es war ein langer Weg zum umgestalteten Marktplatz in Miesbach. 2018 wurde er realisiert und spaltet die öffentliche Meinung. 

Miesbach - Fast genau ein Jahr ist es her, dass der neue Marktplatz von Miesbach mit einem kleinen Fest eingeweiht wurde. Der Straßenverlauf wurde verändert, eine Fußgängerspur farblich markiert, und ein Bücherschrank in Form einer alten Telefonzelle aufgestellt. Dazu neue Parkplatzmarkierungen, neue Bänke am Brunnen sowie zwei lebensgroße Figuren namens Kuh und Kälbchen – so sollte Leben und Atmosphäre in die gute Stube der Stadt kommen.

Diskussionen und Knatsch gab es stattdessen im Stadtrat. Dort wurde im Nachgang immer wieder gemäkelt, was der Arbeitskreis (AK) Marktplatz – bestehend aus den vier Stadträten Astrid Güldner (Grüne), Markus Seemüller (Freie Wähler), Dirk Thelemann und Zweitem Bürgermeister Paul Fertl (SPD) – da auf den Weg gebracht hat: Von verwirrender Straßenführung, verunstaltender Telefonzelle, rutschigem Gehweg, geschmacklich fragwürdigen Rindviechern und zu wenig Parkplätzen war da die Rede. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) verwies immer wieder gebetsmühlenartig darauf, dass Geschmack eben etwas sehr subjektives sei. Was von den Neuerungen erhalten bleiben soll – das war von Anfang an so vorgesehen –, soll eine Evaluation nach den Sommerferien ergeben.

Langsam rückt dieser Zeitpunkt nun in Sichtweite, und im Miesbacher Rathaus stellt sich die Frage: Wie soll diese objektive Bewertung eigentlich konkret aussehen? Wer soll sie vornehmen? Wie soll das passieren? Wann solle es passieren? 

Wichtig sind dabei Glaubwürdigkeit und Akzeptanz, denn der Prozess der Marktplatz-Erneuerung und Belebung braucht eine glaubwürdige Basis, um möglichst viele Bürger und Geschäftsleute mitnehmen zu können.

Wie Fertl als Sprecher des AK auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, sei dies ein strittiges Thema. Anfang vergangener Woche habe es dazu ein Gespräch mit Bürgermeisterin Pongratz gegeben. Ein Ansatz sei es, dass die Rathauschefin zusammen mit Arbeitskreis, Stadtplaner Otto Kurz, der Verwaltung und einem Verkehrsplaner die Bewertung durchführen. Die Entscheidung soll am Donnerstag, 1. August, im Stadtrat fallen.

Eines steht bereits jetzt schon fest: Ein Zurück zum alten Marktplatz wird es nicht geben – lediglich punktuelle Verbesserungen. Das hatten Bürgermeisterin und AK-Mitglieder immer wieder betont. Und das ist wohl auch nicht der Wunsch der Bürger, wenn Fertl mit seiner Einschätzung Recht hat. 

Als Zweiter Bürgermeister hat er diverse Leute in Kindergärten, Elternbeiräten sowie Polizei und den Gewerbeverband Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) kontaktiert. Das Ergebnis beschreibt er so: „Es gibt punktuell Kritik und Unzufriedenheit, aber niemand will zurück auf Anfang.“

ddy

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