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Stadtspaziergang im Regen: Stadtplaner Otto Kurz (in Blau) führte Tagungsgäste durch Miesbach. Dabei wurden städetbaulich interessante Punkte wie hier in der Kirchgasse besichtigt.

Interview mit Otto Kurz

Stadtentwicklung Miesbach: Stadtplaner zieht positives Fazit und blickt auf weitere Projekte

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Die Städtebauförderung der Regierung trifft sich zur Jahrestagung in Miesbach - eine gute Gelegenheit, in Sachen Stadtentwicklung der Kreisstadt Stadtplaner Otto Kurz um ein Zwischenfazit zu bitten. 

Die Städtebauförderung der Regierung von Oberbayern ist in Miesbach an vielen Stellen präsent. Ratshausumgriff, Stadtplatz, Campus, Lebzelterberg, Gemeindehaus Wies und nicht zuletzt der Marktplatz sind Projekte, die die Regierung fachlich und finanziell unterstützt hat. Ein guter Grund also, sich in der Kreisstadt zur Jahrestagung der Städtebauförderung zu treffen. Zu den knapp 280 Teilnehmern zählte auch Stadtplaner Otto Kurz, der wie Bürgermeisterin Ingrid Pongratz am Nachmittag eine Gruppe beeindruckter Gäste durch die Stadt führte. Wir baten ihn um eine Einschätzung, worin der Wert der Städtebauplanung für Kommunen liegt und wie es mit Miesbachs Stadtentwicklung weitergeht.

Herr Kurz, welche Bedeutung hat die Städtebauförderung für Kommunen?

Ohne die Begleitung durch die Städtebauförderung wäre es für Kommunen sehr schwer, Projekte umzusetzen – sowohl fachlich als auch finanziell. Es wäre auch mehr Aufwand nötig, um sich politisch durchzusetzen. Das haben wir heute auch wieder gehört: Dadurch, dass die Förderung an das Konzept gebunden ist, lässt sich das Konzept in die Tat umsetzen. Denn leider wird der Wert einer Planung oft skeptisch gesehen.

„Ungewöhnliche Konzepte brauchen eben auch Mut“

Miesbach hat einige große Projekte mit der Städtebauförderung realisiert. Wie bewerten Sie diese Ergebnisse?

Ich bin schon sehr zufrieden. Zum Beispiel der Rathausplatz setzt einen guten Maßstab, wie es dort weitergehen soll. Und beim Campus ging es um die Frage, welcher Raum welche Wertigkeit hat: Haben die Schulen Vorrang oder der Verkehr? Mit dem Campus ist uns ein guter Kompromiss gelungen, der mittlerweile auch anerkannt ist. Ungewöhnliche Konzepte brauchen eben auch Mut.

Was thematisch wunderbar zum Marktplatz überleitet. Ihr Fazit dort?

Es ist richtig, hier was auszuprobieren. Das, was wir jetzt dort haben, ist ein wichtiger Zwischenschritt. Wenn man immer nur Für und Wider abwägt, kann man sich leicht verhaken. Ziel ist ja eine tragfähige Gesamtwirkung. Aktuell sehe ich das Ausprobieren als vertrauensbildende Maßnahme. Die Flächen vor den Gastronomiebetrieben bewerte ich positiv. Wenn man Vertrauen schafft, wird etwas daraus. Aber man muss auch ein ehrliches Fazit ziehen.

„Die einzelnen Schritte sind klein, aber sie werden gemacht“

Wie bewerten Sie Miesbachs Stadtentwicklung?

Miesbach ist gut dabei. Das haben auch die bei dieser Tagung geschilderten Erfahrungsberichte gezeigt: Es geht nur Schritt für Schritt. Die Ziele werden ja immer noch tragfähig verfolgt. Sicher sind die einzelnen Schritte klein, aber sie werden gemacht – und das kontinuierlich. Darum geht’s.

Ein Blick in die Zukunft: Wie geht es weiter?

Wenn das Umfeld des Rathausplatzes abgeschlossen ist, könnte es vielleicht mit dem Bahnhofplatz weitergehen – wobei das auch vom privaten Eigentümer mit abhängt. Der Marktplatz spielt weiter eine Rolle. Spannend wird es am Habererplatz...

„Bebauung von Habererplatz/AOK-Parkplatz wird erst ab 2020 ein Thema“

Wegen der Pläne, Habererplatz und AOK-Parkplatz mal zu bebauen?

Ja. Erste Investoren gibt es schon, aber das wird wohl erst im neuen Stadtrat ab 2020 ein Thema werden. Es gibt bereits einzelne Vorstellungen, aber für eine Planung ist in dieser Dimension eine europaweite Ausschreibung unvermeidbar.

Sie würden die Bebauung dort begrüßen, oder?

Es wäre ein ganz wichtiger nächster Schritt, weil es eine Chance für das innerstädtische Leben bietet. Und es würde den Geschäften einen Schub bringen. Allerdings sage ich auch, dass der Grünzug und der Waitzinger Park beachtet werden müssen. Diese Anlage gilt es zu stärken, nicht zuletzt für den Waitzinger Keller. Außerdem würde ein Hotel – vielleicht sogar auf der Volksfestwiese – der Stadt helfen. Aber das ist alles sehr langfristig gedacht. Man muss geduldig sein, aber gedanklich dran bleiben.

ddy

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