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Gefährlicher Begegnungsverkehr: Von der Waitzinger Wiese zum AOK-Parkplatz laufen Fußgänger derzeit vor allem über die Straße.

Kompromissvorschlag des Zweiten Bürgermeisters

Stadtentwicklung: Die Treppe allein geht auch nicht

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Miesbach - Die Planungen zum Fußweg vom Habererplatz rauf zur Waitzinger Wiese liegt auf Eis, weil sich der Stadtrat nicht einigen konnte. Nun schlug Zweiter Bürgermeister Paul Fertl einen Kompromiss vor.

Es ist ein Kompromiss, mit dem Vize-Bürgermeister Paul Fertl (SPD) Bewegung in die festgefahrene Diskussion um eine verbesserte Anbindung der Volksfestwiese bringen will. In der jüngsten Sitzung des Miesbacher Stadtrats stellte er den Antrag, „schrittweise vorzugehen, damit etwas passiert“. Sein Vorschlag: Die Stadt solle zuerst den steilen Weg vom AOK-Parkplatz rauf zur Waitzinger Wiese durch eine Treppe ersetzen. 

Wie Fertl im Antrag ausführte, sei die Treppe zuletzt der „weitgehend unumstrittene Teil“ gewesen. Er regte deshalb an, den Bau zeitnah vorzunehmen – inklusive Beleuchtung und Handlauf. Zudem solle Stadtplaner Otto Kurz die Stufen so konzipieren, dass diese auch mit Kinderwagen benutzt werden können. Weiter regte er an, das Gelände erneut in Augenschein zu nehmen, um zu klären, welche Maßnahmen zusätzlich notwendig seien. Einer Komplettlösung stünde die Treppe nicht im Weg. „Die verbaut uns nichts.“ 

Ganz so einfach sei die Angelegenheit aber nicht, gab Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) zu bedenken. Wie berichtet, hatte Stadtplaner Kurz eine sogenannte Wegnase in den Hang gelegt, um so im steilen Gelände die maximal sechs Grad Steigung hinzubekommen, die notwendig sind, um von der Regierung von Oberbayern als barrierefrei zu gelten. Nur dann könne das auf 180.000 Euro geschätzte Projekt auf bis zu 50 Prozent staatliche Förderung hoffen. 

Die Förderung seitens der Regierung ist laut Pongratz auch der springende Punkt bei Fertls Vorschlag. Denn um förderfähig zu sein, müsse bei Antragseingabe die komplette Maßnahme feststehen und innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden. Was nicht funktioniere: die Treppe zu bauen, eventuell weitere Elemente nachzuziehen und dann erst die Förderung zu beantragen. 

Zudem ist laut Pongratz eine alleinige Förderung der Treppe - das habe eine Nachfrage bei der Regierung gegeben - nicht möglich. Kurz, der die Baukosten für Treppe, beidseitiges Geländer und Beleuchtung auf 40.000 Euro schätzt, hatte zudem schriftlich mitgeteilt, dass es angesichts der Steigung nicht möglich sei, die Kinderwagen-Kompatibilität mit der Barrierefreiheit zu vereinbaren. 

Der Stadtrat einigte sich deshalb auf ein anderes Vorgehen. In der Sitzung am 24. März - die Februarsitzung ist bereits zu voll - will man sich die Situation vor Ort noch mal gemeinsam ansehen. Dann sollen die weiteren Schritte beschlossen werden. Im Gegenzug zog Fertl seinen Antrag zurück.

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