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Rainer Dlugosch, Schulleiter am Gymnasium Miesbach, freut sich über die Neuerung.

Start ins Schuljahr 2017/18

Gymnasium Miesbach heuer erstmals mit einer Einführungsklasse

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Insgesamt 17 Landkreisschüler haben sich für das neue Angabot am Gymnasium Miesbach angemeldet. Die Fünftklässler starten am Dienstag wieder ins G9 - den Schulleiter und die Eltern freut‘s.

Miesbach – Das nächste Schuljahr wird am Gymnasium in Miesbach ein ganz besonderes. Schulleiter Rainer Dlugosch lacht, wie nur er es kann. „Wir erfreuen uns des Anblicks des Pegasus“ sagt er. Und weil sie den jetzt auch beleuchten dürfen – so hat Dlugosch es mit dem Landratsamt abgesprochen – erstrahlt das Schulwahrzeichen nicht nur tagsüber. Natürlich ist die Rückkehr des Pegasus nicht die einzige und vor allem nicht die gravierendste Neuerung am Gymnasium.

Ins Schuljahr startet in Miesbach heuer erstmals eine Einführungsklasse. Heißt: Schüler mit Mittlerer Reife – egal von welchem Schultyp sie kommen – können mit einer speziellen zehnten Klasse ins Gymnasium einsteigen. „Damit bieten wir eine hervorragende Alternative zur Fachoberschule“, sagt Dlugosch. „Wir freuen uns unheimlich.“

Für den Landkreis ist das eine gute Option. Die nächsten Klassen dieser Art befinden sich nämlich in Rosenheim und Bad Tölz. „Ich bin im Vorfeld Klinken putzen gegangen“, erzählt Dlugosch von seinen Bemühungen um das Projekt. Es hat sich gelohnt. Insgesamt 17 Schüler aus dem ganzen Landkreis haben sich angemeldet. Sie haben sich entschieden, die zehnte Klasse noch einmal zu machen und sich so auf die Bedürfnisse am Gmynasium vorzubereiten.

Ein besonderer Stundenplan soll die Schüler integrieren. Zum Beispiel fehlt einigen die zweite Fremdsprache. In Miesbach können sie zwischen Französisch und Italienisch wählen. „Außerdem gibt’s ein paar schöne Zusatzstunden in Englisch und den Naturwissenschaften“, sagt Dlugosch. Ob die Schüler die nun schön finden oder nicht – damit winkt die Allgemeine Hochschulreife.

Die wollen heuer 150 Schüler am Miesbacher Gymnasium erreichen – ein Rekord-Jahrgang. „Ich weiß noch gar nicht, wie ich da die Feier gestalten soll“, sagt Dlugosch. Bevor er sich aber damit befasst, gilt es besonders den jüngsten Gymnasiasten einen schönen Schulstart zu bescheren. Fünf fünfte Klassen mit je 25 oder 26 Schülern starten heuer. Und diese machen erstmals wieder gesammelt nach 13 Jahren Abitur.

Zwar beginnt der G9-Lehrplan erst im nächsten Schuljahr – doch schon der neue Lehrplan plus ist auf die Bedürfnisse des neunjährigen Gymnasiums abgestimmt. „Die Eltern finden das gut“, sagt der Schulleiter. Schon das Pilotprojekt der sogenannten Mittelstufe plus hat viel Zuspruch erfahren, viele Eltern steckten ihre Kinder lieber in das ein Jahr länger dauernde Gymnasium.

Ein Projekt hält Dlugosch weiter in Atem: das Schülerforschungszentrum (wir berichteten). „Es hapert einfach an der Finanzierung“, sagt er. Das wundert ihn ein wenig, schließlich werde die Förderung der MINT-Fächer ja im Wahlkampf immer wieder propagiert. Drei Millionen Euro soll das Projekt kosten. „Ich bin da an etwas dran und noch guten Mutes.“ Eine positive Nachricht hat Dlugosch noch: Keine Klasse hat über 30 Kinder. „Das ist eine pädagogische Bombe im positiven Sinn.“

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