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Vorstand und Rat mit neuen Gesichtern: Unser Fotoausschnitt zeigt (v.l.) den Ratsvorsitzenden Ferdinand Huber, die Vorstandsbeisitzer Elmar Maier und Monika Komarek, Zweiten Ratsvorsitzenden Robert Rönsch, den neuen Vorstandsvorsitzenden Andreas Brunner sowie die Ratsbeisitzer Bernhard Wurm und Konrad Tradler. Nicht abgebildet sind die Ratsbeisitzer Manfred Burger und Rita Schöpfer, Vorstandsbeisitzerin Gabi Brünner sowie Zweiter Vorstandsvorsitzender Christian Seifert.

Stifter- und Spenderversammlung der Bürgerstiftung Miesbach

Personalwechsel und rettende Erbschaften

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Mit einer guten Nachricht hat Eva Maier ihr Amt als Vorstandsvorsitzende bei der Bürgerstiftung Miesbach niedergelegt: Dank einer üppigen Erbschaft konnten die durch den Neubau der Klostermauer entstandenen Schulden getilgt werden. Entsprechend optimistisch verliefen die Neuwahlen.

Der Geist aus den Anfangstagen der Bürgerstiftung, die im Oktober 2009 ins Rollen gekommen war, ist auch heute noch spürbar. „Wir haben etwas Großes geschafft“, stellt Eva Maier, die Vorsitzende des Stiftungsvorstands, bei der Stifter- und Spenderversammlung im Miesbacher Bräuwirt fest. Dabei war sie selbst „die Frau der ersten Stunde“, wie Ferdinand Huber, Vorsitzender des Stiftungsrats, feststellte. Künftig muss es jedoch ohne die „Mutter der Kompanie“ gehen: Die 67-Jährige trat nicht mehr an.

Zu ihrem Nachfolger, für den es keinen Gegenkandidaten gab, wurde Andreas Brünner, Maiers bisheriger Stellvertreter, einstimmig gewählt. Sein Vize wurde der bisherige Beisitzer Christian Seifert – ebenfalls einstimmig.

Bei den Beisitzern schied zudem Verena Zemme aus beruflichen Gründen aus. Künftig arbeiten dort Monika Komarek, Gabi Brünner und Elmar Maier zusammen, der zuvor seinen Abschied als Beisitzer im Stiftungsrat verkündet hatte.

Dieses Gremium wurde nicht so reibungslos neu besetzt. Schon bei der Wahl des Vorsitzenden stimmte Stefan Brandmaier als einziger gegen Ferdinand Huber, der ohne Gegenkandidaten angetreten war. Und auch im Nachgang zeigte sich der ehemalige Stiftungsvorsitzende, der Ende 2013 nach dem Streit um einen Biergarten auf der Klosterwiese nicht mehr angetreten war (wir berichteten), überaus kritisch.

So sprach er sich gegen die Vermehrung der Beisitzer im Rat von drei auf vier aus – er befürchtete ein Übergewicht des Gremiums. Als mögliche Kandidaten standen zu diesem Zeitpunkt bereits der bisherige Beisitzer Konrad Tradler sowie Berhard Wurm (stellvertretender Sprecher der Initiative Marktplatz), Rita Schöpfer und Grünen-Stadtrat Manfred Burger („Ich bin ja jetzt im Vorruhestand“) fest. Die bisherigen Beisitzer Alexander Langheiter und Elmar Maier waren nicht mehr angetreten. In der folgenden Abstimmung – drei oder vier Beisitzer – entfielen 25 der 36 Stimmen auf vier Vertreter. Im anschließenden geheimen Wahlgang bekamen Wurm 35, Schöpfer und Tradler 34 sowie Burger 26 Stimmen.

Gute Nachrichten hatte eingangs Seifert als für die Kasse zuständiger Vorstandsbeisitzer verkündet: Die Bürgerstiftung ist schuldenfrei. Zwar hatten Abriss und Neubau der Klostermauer mit 50 000 Euro, Infrastrukturmaßnahmen für rund 13 000 Euro sowie der Kauf eines Imbissanhängers für 15 500 Euro ein dickes Minus beschert, doch eine Erbschaft verschaffte Luft: Bargeld und eine Eigentumswohnung an der Von-Vollmar-Straße, die jährlich etwa 10 000 Euro Mieteinnahmen beschert. Ihr Gesamtwert: rund 170 000 Euro. Rückläufig sind dagegen die Spenden. Diese betrugen 2015 noch 11 500 Euro, 2016 aber nur 3053 Euro. Hoffen lässt eine zweite Erbschaft, deren Höhe noch offen ist. Aktuell liegt das frei verfügbare Kapital bei 8000 Euro.

Der neue Vorsitzende Brünner kündigte an, das geplante Museum im Kloster weiterhin zu unterstützen: „Wir werden uns weiter in die Politik einmischen.“ Das Gebäude sei in keinem sehr guten Zustand.

ddy

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