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Verkehrssünder im Kreis Miesbach blechen digital: Aus Strafzetteln werden „Bürgerbenachrichtigungen“

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Von: Jonas Napiletzki

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Die Parküberwachung des Kommunalen Dienstleistungszentrums (KDZ) Oberland klemmt beim Verstoß eines Falschparkers ein Knöllchen hinter die Scheibenwischer an der Windschutzscheibe.
Das Knöllchen bleibt - doch Name und Aufdruck ändern sich. Statt Strafzettel heißt das Papier nun Bürgerbenachrichtigung. Und statt der Gebühr ist künftig ein QR-Code aufgedruckt. © Thomas Plettenberg

Klassische Strafzettel von Polizisten soll es für Verkehrssünder im Kreis Miesbach langfristig nicht mehr geben. Aber: Die schriftliche Verwarnung wird freilich nicht abgeschafft.

Landkreis –Der klassische Strafzettel soll von einer digitalen Variante abgelöst werden. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd stellt nun die neue Technik vor.

Bereits seit Ende November nutzten die Polizisten die sogenannte „mOwi-App“, um Verwarnungen, etwa bei Falschparkern, mit ihrem dienstlichen Smartphone auszustellen, heißt es aus dem Präsidium. Nach einem erfolgreichen Probebetrieb in München würden nun schrittweise bei der gesamten Bayerischen Polizei die bisherigen Strafzettel von der App abgelöst. Damit verbunden ist ein Bürger-Infoportal.

Der Zettel bleibt - Nur Name und Inhalt ändern sich

Wer einen digitalen Strafzettel kassiert, erhält künftig eine sogenannte Bürgerbenachrichtigung. Dieser Zettel, der weiterhin am Scheibenwischer klemmt oder persönlich übergeben wird, bringt eine Neuerung: einen QR-Code. Der vorgeworfene Tatbestand kann dann via Smartphone oder Computer abgerufen und per Onlinebanking direkt überwiesen werden. Auch werde die Verwarnung „unmittelbar in das Polizeidatennetz gespeichert“, schreibt das Polizeipräsidium.

Wer sich nicht digital informieren oder die Verwarnung nicht digital bezahlen kann, kann mit der Bürgerbenachrichtigung eine Polizeiinspektion aufsuchen und dort bezahlen oder sich Informationen einholen. Falls sich eine Bürgerbenachrichtigung nicht mehr am Auto befindet, erhält der Halter des Fahrzeuges „wie gewohnt eine schriftliche Benachrichtigung über den Verkehrsverstoß per Post“.

Nähere Information für Betroffene, beispielsweise in einem Erklärvideo, und Antworten auf häufig gestellte Fragen können auf dem Bürger-Infoportal unter www.in fo-bussgeld.polizei.bayern.de abgerufen werden.

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