Rund um die Uhr einsatzklar: Die Straßenmeisterei Hausham ist für die Staats- und Bundesstraßen des Landkreises zuständig, hier im Einsatz bei Holzolling.
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Rund um die Uhr einsatzklar: Die Straßenmeisterei Hausham ist für die Staats- und Bundesstraßen des Landkreises zuständig, hier im Einsatz bei Holzolling.

WINTERDIENST

Straßenmeistereien startklar: Um 4 Uhr rücken die Fahrzeuge aus

  • Christine Merk
    VonChristine Merk
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Landkreis – „Der Winter kann kommen“, teilt das Staatliche Bauamt Rosenheim mit. Die vier Straßenmeistereien seien gut vorbereitet – und haben bereits die ersten Einsätze hinter sich. 54 Fahrzeuge stehen zur Verfügung, 100 Beschäftigte arbeiten im Schichtdienst, um für Sicherheit auf den Staats- und Bundesstraßen in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach, Ebersberg und Mühldorf zu sorgen.

Im Kreis Miesbach ist die Straßenmeisterei Hausham zuständig. Die Mitarbeiter rücken nicht erst aus, wenn es schneit, sondern auch bei eisglatten Straßen.

Los geht der Einsatz schon in der Nacht, erklärt Axel Reinicke, verantwortlich für den Straßenbetriebsdienst am Staatlichen Bauamt Rosenheim. „In Schichtdienst beobachten wir die Straßenzustands- und Wetterprognosen, um herauszufinden, wo es glatt werden könnte.“ Der Einsatzleitung stehe dabei ein dichtes Netz an Straßenwetterstationen und Glättemeldeanlagen zur Verfügung, die Informationen über die Fahrbahntemperatur und die Luftfeuchtigkeit liefern.

Noch vor dem morgendlichen Berufsverkehr, gegen 4 Uhr, rücken die Fahrzeuge zum Streuen aus, um zu verhindern, dass Straßenglätte überhaupt entsteht. Anstelle von Feuchtsalz wird eine Salz-Wasser-Lösung verwendet, die sogenannte Sole. Reinicke: „Sole hat auf trockener Fahrbahn eine deutlich längere Liegedauer als Feuchtsalz.“ Die Methode sei damit wirksamkeit, sparsamer und umweltfreundlicher.

Der Winterdienst des Straßenbauamts ist rund um die Uhr im Einsatz. Besonders wichtig ist, dass Bundes- und Staatsstraßen befahrbar bleiben. Zwei bis drei Stunden dauert es, bis ein Fahrzeug seine Route einmal gefahren ist, inklusive Salznachladen und Tanken. Für ausreichend Streugut sei gesorgt. „Selbst im Falle eines lang anhaltenden Winters reichen die Vorräte in den Streuhallen“, sagt Reinicke. Im Notfall könnten die Straßenmeistereien auf regionale Hallen zugreifen.

Einen Appell richtet Stefan Leitner, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim, an die Autofahrer: „Fahren Sie umsichtig, nehmen Sie Rücksicht auf die langsam fahrenden Winterdienstfahrzeuge und halten Sie Abstand, damit Räumfahrzeuge, wenn nötig, rangieren können.“

cmh

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