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Die Kohlmeise stillt ihren Hunger gerne auch im Landkreis Miesbach.

Stunde der Wintervögel

Kohlmeise profitiert vom langen Sommer

Landkreis - Der Sommer hat den Kohlmeisen im Landkreis gut getan. Unser „größte heimische Meise“, wie Gerhard Kinshofer, Vorsitzender der Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) weiß, ist der häufigste Wintervogel.

1053 Mal wurde sie bei der Aktion „Stunde der Wintervögel“ im Landkreis gemeldet, bei der heuer 304 Vogelfreunde insgesamt 7655 Vögel gezählt haben. Auf dem zweiten Platz folgt der Haussperling (1021 Meldungen) vor der Blaumeise (672). Die Kohlmeise liegt auch bayernweit vorne. Es folgen Feld- und Haussperling, danach Amsel und Blaumeise. Der Erlenzeisig springt vom 20. auf den 6. Platz vor Grünfink und Buchfink.

Für eine Überraschung sorgte der Stieglitz. Der Vogel des Jahres 2016 landete bayernweit auf Platz 13 und wurde mehr als doppelt so häufig gezählt wie in den Vorjahren. „Sehr wahrscheinlich hat der Stieglitz zwei Bruten durchgebracht, seine Nahrungspflanzen waren bisher wegen des wenigen Schnees stets gut verfügbar, und dazu kamen sicher auch noch einige Stieglitz-Schwärme aus Nordeuropa“, erklärt Kinshofer.

Der lange Sommer hat auch anderen Vogelarten zu guten Bruterfolgen verholfen. Dies führte zum Beispiel zu einer Invasion von Erlenzeisigen aus Nord- und Nordosteuropa. Der kleine, gelbgrün-gestreifte Fink landete im Landkreis wie auch bayernweit auf Platz 6 (576). In ganz Bayern zählten bei der „Stunde der Wintervögel“. über 26 000 Teilnehmer insgesamt über 700 000 Vögel – im Schnitt 40 pro Garten.

mm

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