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So machen’s die Profis: Wer lernen will, wie das THW Sandsäcke einsetzt, hat dazu in Miesbach Gelegenheit.

iPad zu gewinnen

THW-Sandsack-Challenge in Miesbach: „Wir brauchen mehr Helfer“

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Auf der Suche nach neuen Helfern wird das THW erfinderisch: Es veranstaltet eine Sandsack-Challenge – gleichzeitig an 70 Orten in ganz Bayern. Auch in Miesbach.

Miesbach – Auf der Suche nach neuen Helfern wird das THW erfinderisch: Es veranstaltet eine Sandsack-Challenge – gleichzeitig an 70 Orten in ganz Bayern. In Miesbach können Interessierte auf dem Parkplatz vor dem Rewe die Arbeit des Technischen Hilfswerks handfest kennenlernen. Im Interview erklärt Elisabeth Bachheibl, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit beim THW im Landkreis Miesbach, was die Teilnehmer dort erwarten wird.

Ein Beispiel für die Bedeutung des Sandsacks: Dammbruch an der Rottach verhindert - das sagt das Wasserwirtschaftsamt

THW-Sandsack-Challenge in Miesbach: „Wir brauchen mehr Helfer“

Frau Bachheibl, worum geht es bei der Sandsack-Challenge?

Die Menschen sollen die Arbeit des THW spielerisch kennenlernen können. Dazu bauen wir einen Parcours mit sechs Stationen auf. Diese sind zum Beispiel „Einsatzbereitschaft herstellen“, „Sandsack füllen“ und „Gewicht schätzen“ sowie „Zielwerfen und Umschichtung von Sandsäcken“. Für jede Disziplin gibt es Punkte. Am Ende erhalten die Teilnehmer kleine Geschenke, und wir küren einen Tagessieger. Die drei Besten in ganz Bayern erhalten Preise, zum Beispiel ein iPad und einen Gutschein für die Therme Erding. Jeder kann mitmachen, die Teilnahme ist kostenlos.

Warum Sandsäcke?

Das THW setzt zwar viel moderne Technik ein, aber der Sandsack ist noch immer eines unserer wichtigsten Hilfsmittel. Bei Einsätzen wegen starker Regenfälle und Überschwemmungen befüllen und stapeln wir Tausende Säcke, um Wassersperren zu errichten. Man muss aber wissen, wie man die Säcke füllt, transportiert und verlegt. Bei der Challenge können die Menschen herausfinden, wie das funktioniert und ob es ihnen Spaß macht.

Also steht der Spaß im Vordergrund?

Ja, natürlich. Aber es geht auch darum, das THW bekannter zu machen. Wir wollen die Bevölkerung über uns und unsere Aufgaben informieren. Dazu präsentieren wir Info-Material, und erfahrenen THWler beantworten Fragen. Außerdem wollen wir Helfer aller Altersgruppen für das THW gewinnen.

Was kommt auf angehende THWler zu?

Die Ausbildung ist umfassend und findet an zehn Terminen statt. Am Ende müssen alle Bewerber eine theoretische und eine praktische Prüfung ablegen. Danach nehmen sie an regelmäßigen Schulungen teil. Junghelfer ab zehn Jahren treffen sich jeden Dienstagabend zur Ausbildung. Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz, wie man an der Motivation sieht. Die Jugendlichen fahren in den Ferien zum Beispiel in Ferienlager oder arbeiten an sozialen Projekten mit wie der deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der katholischen Jugend. Heuer hat die THW-Jugend im Kinderdorf Irschenberg eine Terrasse angelegt.

Warum brauchen Sie denn neue Mitglieder?

Weil die Anforderungen wachsen. Das THW Miesbach hat rund 50 aktive Helfer und rund 20 Junghelfer. Bei Einsätzen wie dem Schneechaos brauchen wir aber viel mehr. Außerdem wächst durch die zunehmenden Starkregenfälle die Gefahr von Überschwemmungen. Auch um darauf vorbereitet zu sein, brauchen wir mehr Helfer. Daher sind Menschen jeden Alters und Geschlechts, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen wollen, bei uns richtig.

Müssen sie alle Sandsäcke schleppen?

Nein. Die THW-Mitgliedschaft bedeutet nicht, dass alle mit schwerem Gerät umgehen können oder Sandsäcke tragen müssen. Für jeden gibt es die richtige Aufgabe, entsprechend seines Alters und seiner Fähigkeiten.

Termin der THW-Sandsack-Challenge in Miesbach

Die THW-Sandsack-Challenge findet am Samstag, 7. September, von 10 bis 16 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz Am Windfeld in Miesbach, statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Mehr Infos im Internet auf www.thw-sandsack-challenge.de.

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