Robert Salzl, Präsident des Tourismusvereins Oberbayern München

Tourismusverein Oberbayern München

Als Top-Destination besseren Service bieten

Miesbach - Oberbayern hat, was den Tourismus betrifft, viel ungenutztes Potenzial. Robert Salzl, Präsident des Tourismusvereins Oberbayern München, möchte die Region zur Top-Destination in Europa ausbauen. Wären da nicht die Negativerlebnisse, mit denen Touristen immer wieder konfrontiert werden.

„Zum Teil vermitteln wir noch das Gefühl, dass der Gast stört - das müssen wir anders hinkriegen.“ Das sagte der Präsident des Tourismusvereins Oberbayern München, Robert Salzl, als er jetzt im Wirtschaftsausschuss des Kreistags seine Organisation vorstellte. Wie berichtet, steht der Schlierseer seit Herbst an der Spitze des Vereins. Es ist die Nachfolgeorganisation des Tourismusverbands München Oberbayern, der nach Problemen mit dem Management in die Insolvenz gegangen war.

Salzl berichtete von Negativerlebnissen, die vielen Feriengästen und Tagesausflüglern auch im Landkreis Miesbach widerfahren. Wenn sie beispielsweise an herrlichen Tagen auf den Parkplätzen im Gebirge Strafzettel kassieren, anstatt schon im Vorfeld so betreut und geleitet zu werden, dass sie möglichst stressfrei ans Ziel gelangen. „Wir müssen mit diesem Problem professioneller umgehen“, forderte der 72-Jährige, der selbst im Ortsteil Neuhaus wohnt und das Dilemma oft hautnah miterlebt. Auch den Einheimischen zuliebe, die oftmals unter der Last des Tagestourismus leiden.

Salzl sieht in der Tourismusregion Oberbayern ein riesiges ungenutztes Potenzial. Sie habe das Zeug dazu, in einigen Jahren die Destination Nummer eins in Europa zu werden. „Dazu müssen wir aber noch aktiver und in der Betreuung der Gäste besser werden“, sagte Salzl. „Wenn die Qualität stimmt, gibt der einzelne Gast mehr aus.“

sh

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