+
Die Filmemacher (v.l.) Thomas Marzusch, Joshua Burkert, Michael Niedhammer und Michael Fischbacher.

Neujahrsempfang Stadt Miesbach

Trotz Finanz-Engpass: Die Stadt freut sich auf ihr Jubiläumsjahr

Miesbach - 2014 wird ein bedeutsames Jahr für Miesbach. Beim Neujahrsempfang beleuchtete Bürgermeisterin Ingrid Pongratz neben der schwierigen Finanzlage vor allem das Stadtjubiläum.

Volles Haus im Waitzinger Keller: Der Einladung zum Neujahrsempfang waren über 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Organisationen, Behörden und Vereinsleben gefolgt. Zwar ließ sich die 2013 zu Bayerns neuer Wirtschaftsministerin gekürte Ilse Aigner entschuldigen, dafür war die Kreis-CSU mit Landrat Jakob Kreidl, Kreistagsfraktions-Chef Josef Bichler und dem Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan vertreten.

Sparen und trotzdem feiern - so lässt sich 2014 für die Kreisstadt umschreiben. Bürgermeisterin Pongratz machte im voll besetzten Festsaal keinen Hehl daraus, dass das neue Jahr den Verantwortlichen einiges an Kreativität abverlangen wird, um die Finanzlücken zu überbrücken. Beizeiten zu sparen, um in der Not davon zu zehren, das sei in den vergangenen zehn Jahren nie möglich gewesen, berichtete die Rathaus-Chefin: „Wir leben von der Hand in den Mund.“

Einerseits geben Bund und Freistaat immer mehr Aufgaben an die Kommunen ab, andererseits schlagen unverzichtbare Punkte wie die Kinderbetreuung mit steigenden Kosten zu Buche. Lag die Unterdeckung bei den Kindertageseinrichtungen 2003 noch bei 600 000 Euro, seien es 2013 rund 1,3 Millionen Euro. Dennoch habe man viel geschafft in den vergangenen zehn Jahren. „Wir haben etwa 41,5 Millionen Euro investiert“, sagte Pongratz. Dennoch sei die Verschuldung nicht gestiegen. Zum Vergleich: Stand die Stadt 2003 mit 24,2 Millionen Euro in der Kreide, waren es vergangenes Jahr 23,8 Millionen.

Dass so viel umgesetzt werden konnte, sei das Verdienst des Stadtrats, betonte Pongratz: „Viele schwierige Entscheidungen waren zu bewältigen, aber wir haben stets vertrauensvoll und gut zusammengearbeitet.“ Nicht zuletzt, weil der Stadtrat gewisse Werte habe.

Mit Blick auf den neuen Papst Franziskus I., den 2013 verstorbenen Nelson Mandela und den sich in der Ukraine am Umbruch engagierenden Boxer Vitali Klitschko stellte die Bürgermeisterin fest, „dass wir alle dem authentischen Handeln sowie dem Festhalten an Werten wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, ethisches und moralisches Verhalten sowie Vertrauen höchste Priorität beimessen müssen. Große Vorbilder haben es uns gezeigt, dass wir nur so in unserem Leben vorwärts kommen und Gutes bewirken können.“ Im Stadtrat achte man auf diese Werte.

ddy

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schliersee hat keine Zweifel an Fremdenverkehrsbeitrag
Seit der Sommerpause gilt: keine Schlierseer Gemeinderatssitzung ohne Antrag von Michael Dürr. Diesmal ging es um den Fremdenverkehrsbeitrag und dessen Rechtssicherheit …
Schliersee hat keine Zweifel an Fremdenverkehrsbeitrag
Käfer-Plage: Stadt Miesbach verzichtet auf Widerspruch
Allen Appellen zum Trotz: Die Stadt Miesbach wird keinen Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen einlegen, mit denen die zuständigen Behörden den Asiatischen …
Käfer-Plage: Stadt Miesbach verzichtet auf Widerspruch
Weihnachtsmärkte im Landkreis: Alle Termine, alle Infos
Es weihnachtet wieder sehr - von Otterfing bis Bayrischzell, von Irschenberg bis Bad Wiessee. Ein Überblick mit allen Christkindlmärkten im Landkreis Miesbach samt …
Weihnachtsmärkte im Landkreis: Alle Termine, alle Infos
Schindlberger Alm am Sudelfeld: Neuer Eigentümer, neuer Wirt - und Hoppe-Bier
Die neue Skisaison steht vor der Tür – und das Türschild an der Schindlberger Alm wechselt. Sie hat einen neuen Eigentümer, einen neuen Wirt - und ein neues Bier.
Schindlberger Alm am Sudelfeld: Neuer Eigentümer, neuer Wirt - und Hoppe-Bier

Kommentare