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Eigentlich soll das geplante Museum in den linken und mittleren Teil des alten Klosters einziehen, doch das Rathaus hält dies nicht für finanziell darstellbar.

Trotz guter Haushaltslage

Absage ans Museum: Der Straßenbau hat Vorfahrt

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Trotz des Überschusses im Haushalt 2017 und der guten Prognosen für das laufende Jahr: Das geplante Museum wird davon nicht profitieren – wenn es nach der Einschätzung der Rathausverwaltung geht.

Im Finanzausschuss stellte Kämmerer Josef Schäffler unmissverständlich fest: „Die Stadt kann es sich auch weiterhin nicht leisten, neue freiwillige Zuschussbetriebe auf den Weg zu bringen.“ Das bedeutet: In den nächsten Jahren hält die Verwaltung ein Museum finanziell nicht für machbar.

Die Position ist bekannt: Das Landratsamt hatte als Aufsichtsbehörde zuletzt betont, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt keine neuen freiwilligen Leistungen zulasse, durch die neue Zahlungsverpflichtungen entstehen. Für das Museum müsste zum einen das Kloster saniert und umgebaut werden – Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) sprach in diesem Zusammenhang in der Sitzung von zwei bis vier Millionen Euro Kosten. Hinzu kommen jedoch noch Unterhalts- und Personalkosten, wobei der Museumsverein bereits zugesagt hat, sich um die personelle Ausstattung zu kümmern.

Dafür haben die Pflichtaufgaben Vorrang. An erster Stelle steht der Straßenbau. Noch heuer soll die Münchner Straße hergerichtet werden. 1,12 Millionen Euro werden dafür insgesamt veranschlagt. Darin enthalten sind der Bau mit 560 000 Euro sowie 200 000 Euro für die Wasserversorgung und Kosten für die Entsorgung des aus den 1970er-Jahren stammenden Materials.

Zudem sind 50 000 Euro für die Umgestaltung des Marktplatzes reserviert, weitere 18 000 Euro sind dort für die neue Beschilderung vorgesehen.

ddy

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