Heftiger Regen löst Hangrutsch aus: Doppelhaus in Oberbayern von Erde verschüttet - Großeinsatz läuft

Heftiger Regen löst Hangrutsch aus: Doppelhaus in Oberbayern von Erde verschüttet - Großeinsatz läuft
+
Viel Arbeit wartet im Warmfreibad Miesbach auf Schwimmmeister Siegfried Splisteser.

Wir fragen nach

Trotz Hochsommer-Wetter: Freibäder machen erst Mitte Mai auf - die Gründe

Die Sonne strahlt, die Freibäder bleiben geschlossen. Das nervt, hat aber gute Gründe. Die haben besonders mit den Bademeistern zu tun. Und viel Arbeit.

Landkreis - Badefans müssen sich trotz des schönen Wetters noch ein wenig gedulden. Die Freibadsaison beginnt erst am Freitag, 18. Mai. Daran ändern auch Temperaturen bis 26 Grad nichts, die für das Wochenende angekündigt sind. Denn die Vorbereitungen für den Start in die Saison dauern Wochen und laufen jetzt auf Hochtouren.

In der nächsten Zeit steht Siegfried Splisteser vor einer Herkulesaufgabe. Der Schwimmmeister muss im Warmfreibad Miesbach das Wasser ablassen, das Becken putzen und chemisch von Keimen befreien, ein Schutzwachs gegen Algen auftragen und neues Wasser einlassen. Drei bis vier Wochen ist er damit beschäftigt.

Lesen Sie mehr: Dramatische Heldentat: Schwimmmeister Siegfried Splisteser rettet Fünfjährigem das Leben

Ähnliche Aufgaben warten auf alle Bademeister im Landkreis. Wegen der langen Vorlaufzeit können Freibäder nicht spontan auf schönes Wetter reagieren. Trotz der sommerlichen Temperaturen bleibt der allgemeine Start auf den 18. Mai festgesetzt.

Das liegt auch an den zahlreichen Auflagen, die ein Freibad erfüllen muss. Die Wasseraufbereitungsanlage braucht ein Prüfsiegel, alle wichtigen Teile eine Inspektion. Weil alle Freibäder zu ähnlicher Zeit die Türen öffnen, sind Kundendienste und Prüfer gut ausgelastet, vereinbaren nur langfristig Termine. „Von heute auf morgen geht nichts“, sagt Splisteser. „Im Winter konnte ja keiner ahnen, dass es schon so früh so schön wird.“

Lesen Sie mehr: Miesbacher Freibad vor der Pleite - viele baden schwarz

Eine Eröffnung im April sieht Splisteser auch generell kritisch. Das Badewasser müsse immer 23 Grad haben, bei den kalten Nächten sei dafür die Heizung zu teuer. „Wir hatten auch schon mal kurz nach Weihnachten 20 Grad“, sagt Splisteser und lacht. „Da haben wir auch nicht gleich das Schwimmbad aufgemacht.“ Der 18. Mai gilt in den meisten Freibädern des Landkreises als Eröffnungsdatum. An diesem Freitag beginnen die Pfingstferien, die Gemeinden wollen den Schüler damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten.

Wer jetzt schon baden will, muss an einen See fahren. Das Strandbad Schliersee hat beispielsweise bereits geöffnet. Dass die Betreiber über die kalte Jahreszeit ihren Humor nicht verloren haben, beweist ihre Internetseite. Dort heißt es: „Das Badewetter ist da. Da See is no a bisserl frisch, aber des werd scho.“

Lesen Sie mehr: Rettungsversuch: Online-Petition für Miesbacher Warmfreibad

mas

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unwetter durch Dauerregen: Meldestufe 2 an der Schlierach, Hochwasser auch an Leitzach und Schliersee
Die Hochwasserlage im Landkreis Miesbach spitzt sich zu. Die Pegel von Schlierach, Leitzach und Schliersee steigen. Straßen sind überflutet und gesperrt.
Unwetter durch Dauerregen: Meldestufe 2 an der Schlierach, Hochwasser auch an Leitzach und Schliersee
Abschiebe-Angst bei Wolf Haardesign: Flüchtling und Chefin kämpfen für Verbleib
Naim Karimi ist 2015 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Seit vier Jahren arbeitet er für Wolf Haardesign in Miesbach, ist inzwischen wichtigster Mitarbeiter im …
Abschiebe-Angst bei Wolf Haardesign: Flüchtling und Chefin kämpfen für Verbleib
Ein Buch für Kinder vom Träumen und Hoffen
Dass diese Geschichte als kleines Buch gedruckt wurde, hat einen einfachen Grund: Sie bewegt. Deshalb gibt es das gedruckte Werk nun gratis zu den Sommerferien für die …
Ein Buch für Kinder vom Träumen und Hoffen
Wohnmobil-Boom dank Corona: Landwirt wittert Geschäft und baut Stellplätze - „Wird ein richtiger Hafen“
Urlaub im eigenen Fahrzeug boomt in Corona-Zeiten. Landwirt Werner Haase greift den Trend auf. Er baut 28 Stellplätze auf seinem Grund.
Wohnmobil-Boom dank Corona: Landwirt wittert Geschäft und baut Stellplätze - „Wird ein richtiger Hafen“

Kommentare