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So soll der Marktplatz künftig aussehen mit Gehweg, begehbarem Bücherschrank, E-Bike-Ladestation und Fahrradständern, die von der West- auf die Südseite verlegt werden.

Umgestaltung hat begonnen

Abschied vom alten Marktplatz

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Der Miesbacher Marktplatz bekommt ein neues Gesicht. Gestern wurde die alte Markierung entfernt, um der überarbeiteten Wegeführung Platz zu machen. Auch eine neue Möblierung ist geplant. Am Samstag, 28. Juli, wird der neue Marktplatz eingeweiht.

Wer Miesbachs Marktplatz ohne Autos erleben will, sollte heute noch mal vorbeischauen. Seit gestern ist die Fläche für Fahrzeuge gesperrt, weil die alten Markierungen entfernt und neue aufgetragen werden. Wenn das Wetter mitspielt, ist der Untere Markt vielleicht schon am Mittwoch wieder für alle geöffnet.

Das Ummarkieren ist Teil der Neugestaltung des Marktplatzes. Wie berichtet, haben sich mit Astrid Güldner (Grüne), Paul Fertl (SPD), Markus Seemüller (FW) und Dirk Thelemann (CSU) vier Stadträte zur Arbeitsgruppe (AG) Marktplatz zusammengetan, um einen tragfähigen Kompromiss zu erarbeiten. Dieser wird nun umgesetzt. Diese Woche sind die weißen Linien dran, die Parkplätze und Straßenführung definieren. Kommende Woche folgen die grünen Bereiche, die die Fußgängerwege verdeutlichen sollen: Von der Ost- zur Westseite quer über den Platz und entlang des Bräuwirts. Landratsamt und Polizei haben das für mehr Sicherheit klar befürwortet.

Der Gehweg am Bräuwirt, so erklärt die AG zusammen mit Architekt Thomas Schneider beim Pressegespräch mit unserer Zeitung, sei ein Novum, das längst überfällig gewesen sei. Denn während des Grünen Markts am Donnerstag fehlte ein Rettungsweg. Diese Funktion übernimmt der Gehweg, der beim Marktbetrieb freibleiben soll.

Am meisten verändert wird der Bereich um Maibaum und Märchenbrunnen. Dort ersetzen vier Rundbänke aus Holz die alten Metallbänke. Die Freifläche zum Eiscafé wird mit Kuh und Kälbchen bestückt – zwei wetterfeste Klettertiere für Kinder. Hinterhalb folgt einer von zwei Behindertenparkplätzen, ein begehbarer Bücherschrank mit Gratis-Lektüre in einer alten Telefonzelle, eine Ladestation für E-Bikes und Radlständer. Sitzbänke und Pflanztröge runden das Arrangement ab.

Auch die zweite Freifläche vor dem Wäschegeschäft Grabmaier wird aufgehübscht: Zwei Sitzbänke aus Holz, Sonnenschirme, Pflanztröge und ein Mülleimer sollen dafür sorgen, dass Menschen den Platz zum Aufenthalt nutzen. Eine Terrakotta-Färbung der Freiflächen soll aber – zumindest vorerst – unterbleiben. Und vor dem Marktcafé wird der Stellplatz mit einem Podest zur Gastrofläche ausgebaut. Gäste und Fußgänger sollen so mehr Platz bekommen.

Die vier AG-Mitglieder und Schneider sind mit dem Ergebnis zufrieden. „Es sind mehrere Inseln entstanden, wo man sich aufhalten kann“, sagt Güldner mit Blick auf Huatfabrik, Marktcafé, Brunnen und Wäschegeschäft. Laut Schneider liegt es im Trend, „auf diese Weise Plätze von Autos zu befreien“. Während Thelemann die klare Struktur gefällt, sieht Seemüller den Prozess als größten Erfolg: „Wir haben alles im Dialog entwickelt und stets transparent für die Bürger.“ Deren „konstruktiv-kritische Anregungen“ seien auch weiterhin erwünscht – auch am Samstag, 28. Juli, wenn der neue Marktplatz laut Fertl mit einer kleinen Feier eingeweiht werden soll.

ddy

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