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Feiert im März Richtfest: Die Arbeiten am Erweiterungsbau des Förderzentrums in Hausham schreiten voran. Die Eröffnung ist für September 2019 geplant.

Krankenhaus, Förderzentrum, neues Landratsamt

Unser Jahresausblick: Das hat der Landkreis 2018 vor

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Schulden abbauen und trotzdem kräftig investieren: Diesen Spagat will Landrat Wolfgang Rzehak auch 2018 bewältigen. Dabei stehen große Projekte an.

Landkreis – In Sachen Haushaltskonsolidierung sieht Landrat Wolfgang Rzehak den Landkreis auf einem guten Weg. Um 30 Millionen Euro hätten sich die Verbindlichkeiten seit seines Amtsantritts 2014 reduziert. „Ich bin stolz, dass der Kreistag da so mitzieht“, sagt Rzehak. Nur so könne man sich freischwimmen für anstehende Projekte.

Davon gibt es einige. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Krankenhaus Agatharied. Es gehe nicht nur darum, den Standort zu erhalten, sondern auch die kommunale Trägerschaft, sagt Rzehak: „Der Markt wird immer härter.“ Alleine 2018 wird der Landkreis mehr als neun Millionen Euro in die Klinik stecken. Gut die Hälfte fließt in die Ablöse des Linksherzkatheters und der Strahlentherapie, der Rest in die beiden neuen OP-Säle, die laut Rzehak im Mai in Betrieb gehen sollen. Mit dem Neubau eines Parkdecks für sieben Millionen Euro im Jahr 2019 steht bereits die nächste Maßnahme auf dem Plan. Wohl erst 2022 oder 2023 akut wird die Errichtung eines neuen Bettenhauses für rund zwölf Millionen Euro.

Ein anderes Großprojekt nähert sich bereits seiner Fertigstellung: die rund 17 Millionen Euro teure Sanierung und Erweiterung des Förderzentrums Hausham. Im März wird Richtfest gefeiert, gibt Rzehak bekannt. Ab September 2019 sollen Schüler und Lehrer die neuen Klassenzimmer und Therapieräume nutzen können. Schon zu Beginn des kommenden Schuljahrs soll die neue Schulsozialarbeit starten, die sich der Landkreis 350 000 Euro im Jahr kosten lässt. Die Stellen sollen bei den Sozialträgern im Landkreis angesiedelt werden. „Der Freistaat lässt uns hier leider finanziell im Stich“, sagt Rzehak.

Quasi selbst abzahlen soll sich der Ersatzneubau des Landratsamts für rund 17,5 Millionen Euro. Die planerischen Weichen sollen laut Rzehak 2018 gestellt werden, damit 2019 der Abriss und Neubau starten kann. Noch Zukunftsmusik ist hingegen die Elektrifizierung und der Halbstundentakt im Bahnverkehr. „Da müssen wir dranbleiben, damit das Thema nach der Landtagswahl nicht in Vergessenheit gerät“, fordert Rzehak. Gemeinsam müsse man dafür sorgen, dass es nicht nur bei Absichtserklärungen bleibt.

Beibehalten will der Landkreis seine Vorreiterrolle in Sachen Glyphosat-Ausstieg. Rzehak kündigt an, auch bei Bund, Land und Bauernverband Druck aufzubauen. „Da werde ich weiter meine Stimme erheben.“

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