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Wird bald der Sitz der Gemeindeverwaltung: Der Umbau der Haushamer Sparkassen-Filiale in das neue Rathaus beginnt im Herbst 2018.

Investitionen hier, Sparsamkeit da

Unser Jahresausblick: Das passiert 2018 im Schlierach-/Leitzachtal

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Für das neue Jahr haben sich die Gemeinden im Schlierach-/Leitzachtaleiniges auf ihre Aufgabenlisten geschrieben. Welche Projekte 2018 anstehen, zeigt unser Ausblick.

Miesbach

In der Kreisstadt steht das neue Jahr weniger im Zeichen des Durchführens – vielmehr geht es ums Durchringen, denn es gilt viele Entscheidungen zu treffen. Dabei geht es zum einen um die Zukunft des Klosters: Kommt das geplante Museum? Wann und wie wird der Mittelbau saniert? Wann und wo wird die Erweiterung der Kinderkrippe verwirklicht? Auch in Sachen Wasserschutzzone hängt die Stadt in der Luft, denn diese hat nicht nur Auswirkungen auf viele Grundstückseigentümer, sondern auch auf die Entwicklung des Gewerbegebiets Nord. Bei der Sanierung des Warmfreibads steigt die Stadt mit kühlem Kalkül ein: Die Planungen werden auf den Weg gebracht. Gleichzeitig wartet man aber darauf, dass der Freistaat ein Förderprogramm anbietet. Ebenfalls staatliche Zuschüsse würde der beleuchtete und weniger steile Fußgängerweg vom Habererplatz hinauf zur Waitzinger Wiese bekommen, den einige Stadträte für die Pendler und Dauerparker fordern. Für den Bau muss der Stadtrat aber erst grünes Licht geben. Fest steht dagegen das neue Konzept des Marktplatzes, das im Frühjahr umgesetzt werden soll – pünktlich zum Jubiläumsjahr, denn Miesbach feiert den 100. Jahrestag seiner Stadterhebung.

Fischbachau

Die Auswahl der wichtigsten Projekte für 2018 fällt Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner nicht leicht. Als Vorhaben mit „Signalwirkung“ nennt er unter anderem die Konzepterstellung und Planung für das Wolfseeareal, das die Gemeinde heuer gekauft hat. Wie berichtet, schwebt Lechner hier Wohnbebauung im Stil eines „oberbayerischen Modelldorfs“ vor. Bereits umgesetzt werden soll 2018 der neue Bauhof auf der Fläche der alten Kläranlage. Der Bürgermeister rechnet mit Kosten von 1,3 Millionen Euro. Erneut einen großen Posten im Haushalt nehmen auch die Investitionen in die Straßen- und DSL-Infrastruktur ein. Mehr als eine Million Euro werden dafür veranschlagt. Mit vergleichsweise bescheidenen 150 000 Euro schlägt die Sanierung der Wärmehalle im Warmbad zu Buche. Weiter vorankommen will Lechner bei der Umsetzung der Leader-Projekte zur Kräuterregion und zum Schaustollen Deisenried. Durchstarten sollen die Fischbachauer 2018 auch in Sachen E-Mobilität. Noch im ersten Halbjahr soll ein Elektroauto zu günstigen Preisen buchbar sein.

Bayrischzell

Zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim erarbeitet die Gemeinde Bayrischzell seit Jahren ein Hochwasserschutzprogramm. 2018 soll nun der erste Bauabschnitt am Wedelsteinbach umgesetzt werden. „Das Projekt ist für die Gemeinde Bayrischzell mit erheblichen Kosten verbunden“, sagt Bürgermeister Georg Kittenrainer. Nach einigen Verzögerungen erwartet die Gemeinde nun auch den Baubeginn des neuen Familienhotels am Auracher Hof. „Die Bauleitplanung steht“, bestätigt der Rathauschef. Außerdem soll für das gemeindliche Schwimmbad ein Sanierungsplan erstellt werden, um für zukünftige Staatszuschüsse, die für gemeindliche Freibäder fließen sollen, gerüstet zu sein. Auf dem Jahresplan stehen zudem Sanierungen der Gemeindestraßen sowie des Kanalnetzes.

Schliersee

Das größte Projekt in der Gemeinde Schliersee ist im neuen Jahr die Fertigstellung des Erweiterungsbaus des Kindergartens am angrenzenden Heimatmuseum. Im Zuge dessen werden laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer auch Straßen und Wege rund um den Erweiterungsbau saniert und neu gepflastert. Die Feuerwehr Neuhaus darf sich zudem über ein neues Domizil freuen. Die Gemeinde kümmert sich derzeit um den Kauf eines Grundstücks, auf dem dann künftig die Fahrzeuge untergestellt werden können. Rund 600 000 Euro fallen außerdem für die Erneuerung der Wasserleitungen im Gemeindegebiet an.

Hausham

Eine Vielzahl an Projekten steht auf der Jahresplanung der Gemeinde Hausham. Nachdem erst kürzlich der neue Edeka an der Oberen Tiefenbachstraße fertiggestellt wurde und der Lidl auf die andere Straßenseite gezogen ist, werden 2018 auf dem bisherigen Lidl-Gelände eine Zimmerei sowie ein Mode- und Schuhgeschäft einziehen. Dies soll bereits im Frühjahr geschehen, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind mitteilt. Um dann auch die Verkehrssituation zu entschärfen, kämpft die Gemeinde weiterhin für einen Kreisverkehr an der Einmündung auf die Bundesstraße. Weitere Veränderungen gibt es im neuen Jahr rund um den Bahnhof. Der Erweiterungsbau mit einem Ärztezentrum und einer Tiefgarage soll in Angriff genommen werden und im Zuge dessen auch der Bahnhofsplatz freundlicher gestaltet werden. Auf der Haushamer Jahresplanung steht auch das Vorantreiben der Verlegung des Bahnübergangs Richtung Norden. „Wir wollen eine bestmögliche Lösung finden“, sagt der Rathauschef. Zudem soll im Herbst 2018 der Umbau des Sparkassen-Gebäudes in ein neues Rathaus beginnen.

Irschenberg

In Irschenberg wird bei den Investitionen wieder zurückhaltend kalkuliert. Grund sind der massive Rückgang bei der Gewerbesteuereinnahme und die zugleich hohe Kreisumlage von monatlich 176 000 Euro. So muss die Gemeinde genau durchrechnen, in welchem Umfang sie ihr Gasthaus in Wilparting sanieren kann. Zudem braucht die Feuerwehr Niklasreuth ein neues Fahrzeug. Der Bau von Geh- und Radwegen ist ebenso vorgesehen wie der Ausbau des Schulhauses. Während die Kläranlage für Irschenberg erst geplant werden soll, steht die Erweiterung des Kindergartens Irschenberg vor der Fertigstellung. Positiver Aspekt: Die Gemeinde kann ihre Pflichtaufgaben trotz der schwierigeren Finanzsituation allein und ohne Neuverschuldung schultern.

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