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Kämpfen für den Fritz-Freund-Park: (v.l.) Christian Seifert und Marinus Bracher  von der Interessengemeinschaft .

Interessengemeinschaft zufrieden

Schon 600 Unterschriften für den Fritz-Freund-Park

Miesbach - Die Stadt Miesbach will den Fritz-Freund-Park in Bauland umwandeln. Dagegen wehrt sich eine Interessengemeinschaft. Und auch die Miesbachern wollen ihre Grünlage am Harzberg behalten: Schon 600 Unterschriften sind zusammen gekommen.

1965 war es, als Miesbachs Bürgermeister Rudolf Pikola den Fritz-Freund-Park am Harzberg-Schlößl anlegen ließ und der Bevölkerung zugänglich machte. Dass die Grünanlage auch weiterhin den Bürgern erhalten bleibt, dafür kämpft die Interessengemeinschaft Fritz-Freund-Park. Wie berichtet, schlossen sich Anfang Dezember Nachbarn und Sympathisanten zusammen, um zu verhindern, dass die Stadt den Park in Baugrundstücke umwandelt.

Ihr Anliegen machten die Mitglieder auch in einem Brief an Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) und die Stadträte deutlich, sagt Sprecher Marinus Bracher. Darin bieten sie den Kommunalpolitikern an, sich um die Pflege und den Unterhalt des Parks zu kümmern, und so der Stadt Kosten zu ersparen. „Frau Pongratz hat sich noch nicht gemeldet“, berichtet Bracher.Nachzulesen ist der Brief der Internetseite der Interessensgemeinschaft (www.fritz-freund-park.de). In der Stadtratssitzung am 16. Januar 2014 soll der Park erneut Thema sein. „Es könnte ja sein, dass die Stadträte sich eines Besseren besinnen und den Park unangetastet lassen“, hofft Bracher.

Verlassen will sich die Interessensgemeinschaft darauf nicht und hat deshalb Unterschriftenlisten in den Miesbacher Geschäften ausgelegt. Etwa 600 Menschen haben bislang unterschrieben. Für ein Bürgerbegehren sind 1200 nötig. „Aber das ist nicht die Frage“, stellt Bracher klar. „Wir sind nicht auf eine Konfrontation aus, sondern an einer gütlichen Lösung interessiert.“ Ein Bürgerbegehren wäre die letzte Maßnahme.

Bracher betont aber auch: „Zu einem Kompromiss sind wir nicht bereit.“ Das heißt, der Park soll als Ganzes erhalten bleiben – mit allen über 55 Laub- und mehr als 16 Nadelbäumen, die Lebensraum für Spechte, Fledermäuse, Insekten und Amphibien sind. Um dies zu unterstützen, haben Bürger auch die Möglichkeit bis Montag, 23. Dezember, ihren Einwand schriftlich beim Bauamt im Miesbacher Rathaus einzureichen.

jpa

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