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Mit vereinten Kräften kämpft die Feuerwehr mit Anwohnern in Neuhaus gegen ein Ausufern des Hachelbachs.

Hochwasserwarnungen aktiv

Unwetter in Miesbach: Starkregen in Bergen ließ Pegel steigen - Scheitelpunkt in der Nacht überschritten

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Der Starkregen machte sich auch im Landkreis Miesbach bemerkbar. Der Scheitelpunkt wurde in der Nacht auf Montag erreicht.

Update, Montag, 19. Juli, 05.33 Uhr: Der Landkreis Miesbach hat nochmal Glück gehabt. Das Wasser in den Flüssen und Seen wird wieder weniger. Der Scheitelpunkt wurde in der Nacht auf Montag erreicht. Inzwischen sind die Pegel schon wieder rückläufig. Meist wurde nicht mal die erste Hochwasser-Meldestufe erreicht. Lediglich die Leitzach überstieg diese Schwelle kurzzeitig. Der Schliersee könnte wohl noch etwas ansteigen. Aber auch hier ist noch alles im grünen Bereich.

Unwetter im Landkreis Miesbach: Höhepunkt des Unwetters erst für Abend erwartet

Update Sonntag, 18. Juli, 17 Uhr: Pegel sinken

Obwohl der Höhepunkt des Hochwassers erst für den Abend erwartet wird, sinken die Pegel aktuell. So wurde beispielsweise die Meldestufe eins der Schlierach bislang nicht erreicht, auch die Leitzach fällt bald wieder unter diesen Wert. Die Warnungen gelten jedoch vorerst weiterhin.

Update Sonntag, 18. Juli, 13 Uhr: Landratsamt appelliert an Bevölkerung

Auch das Team Katastrophenschutz am Landratsamt Miesbach beobachtet die Hochwasserlage genau und wendet sich mit folgender Mitteilung an die Bevölkerung: „Aktuell befinden wir uns bei den meisten Gewässern im Landkreis noch unter Meldestufe 2. Wegen der anhaltenden Regenfälle können die Wasserpegel aber noch steigen. Das Team Katastrophenschutz am Landratsamt Miesbach bittet daher alle Landkreisbürger, schon jetzt vorsorglich geeignete Maßnahmen zu treffen. Denken Sie bitte insbesondere an ältere oder Alleinstehende Personen in Ihrem Umfeld und erkundigen Sie sich nach deren Wohlbefinden.“

Erstmeldung Sonntag, 18. Juli, 11.30 Uhr:

Miesbach - Am Sonntag, 18. Juli, um 10.58 Uhr schlägt die Katastrophen-Warn-App NINA auch im Landkreis Miesbach an. „Hochwassergefahr“, lautet die Meldung der Integrierten Leitstelle in Rosenheim. Als betroffenes Gebiet wird die Stadt Miesbach genannt, dort besonders die Bereiche Schopfgraben, Kleinthal, Thalerbach und Fellerbach. Im Laufe des Sonntags sei mit einem Anstieg des Pegels der Schlierach zu rechnen. Örtliche Ausuferungen seien möglich. „Die Anwohner werden gebeten, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.“

Video: Unwetter auch in Bayern

Hochwasserwarnung für Miesbach

Auch der Hochwassernachrichtendienst (HND) Bayern warnt: „Seit gestern sind im Landkreis Miesbach starke Niederschläge gefallen, mit weiteren ist zu rechnen.“ Am Vormittag hat der Pegel der Leitzach bei Stauden die Meldestufe eins überschritten, die Schlierach in Miesbach wird laut HND in Kürze ebenfalls Meldestufe eins erreichen. Auch am Tegernsee und am Schliersee steigen die Wasserstände. Auch hier sei mit einer Überschreitung der Meldestufe eins zu rechnen, so der HND.

Unwetter: Starkregen vor allem im Süden des Landkreises

Interessant ist ferner ein Blick auf die Niederschlagsmengen. Die Werte des HND zeigen, dass sich der Starkregen vor allem auf den unmittelbaren Alpenrand konzentriert. So sind an der Oberen Firstalm und in Kreuth-Glashütte bis Sonntagmittag bereits mehr als 100 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen. In Miesbach waren es derweil nur 30 Liter. Dennoch dürfte ist, Stand jetzt, die Hochwassergefahr in der Kreisstadt am größten, weil die Schlierach die Wassermassen aus den Bergen nur schwer aufnehmen kann. Kreisbrandrat Anton Riblinger rechnet mit einem Höhepunkt des Pegels im Laufe des Abends. Meldestufe zwei könne erreicht werden.

Aber auch tagsüber waren im Landkreis schon kleinere Auswirkungen des Unwetters zu spüren. In Bayrischzell stand die Tiroler Straße kurzzeitig unter Wasser, am Spitzingsee die Straße neben der Wurzhütte. Auch einzelne Keller drohten, vollzulaufen, und in Neuhaus uferte ein Bach aus. Schlimmeres ist bislang nicht passiert, berichtet Riblinger. Angesichts der Szenen, die sich im Landkreis Berchtesgaden abspielen, scheint der Landkreis Miesbach erneut von dramatischeren Auswirkungen verschont zu bleiben. Doch noch ist die Lage nicht ausgestanden. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den südlichen Landkreis Miesbach gilt bis Montag, 0 Uhr. sg

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