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So frisch und unversehrt werden die Kinder ihre aufblasbare Riesenschildkröte im Warmfreibad Miesbach wohl nicht mehr erleben. 

Vandalismus im Freibad Miesbach

Sie erfreute Kinder: 4000 Euro teure Bade-Schildkröte wurde absichtlich zerstört

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Die riesige Wasserschildkröte, die als schwimmende Insel für das Warmfreibad Miesbach angeschafft worden war, haben Unbekannte mutwillig schwer beschädigt. Die Polizei ermittelt.

Die Kunststoffhülle blieb am Stacheldraht hängen, wie Fördervereinsvorsitzender Bernhard Heidl zeigt.

Miesbach - War es ein missglückter Diebstahl, ein blöder Streich oder gar gezielte Sachbeschädigung? Dazu kann Bernhard Heidl, Vorsitzender des Fördervereins des Warmbads Miesbach, nichts sagen. Fakt ist aber: Die sechs Meter mal vier Meter große aufblasbare Schildkröte, die seit vergangenem Sommer als Bade-Insel bei den Kindern im Bad recht beliebt ist, wurde in der Nacht auf Montag von Unbekannten schwer beschädigt. Ob das 4000 Euro teure Schwimmtier, das dank einer Crowdfunding-Spende der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee angeschafft werden konnte, sich reparieren lässt, ist derzeit noch völlig offen.

Vandalismus im Freibad Miesbach: 4000 Euro teure Bade-Insel platt gemacht

Angefangen hat alles vor einigen Tagen mit einer mutwilligen Beschädigung, berichtet Heidl: „Jemand hat absichtlich ein Loch in die Schildkröte reingestochen.“ Deshalb sollte die Schildkröte zur Reparatur zurück zum Hersteller geschickt werden – doch dazu kam es nicht. Denn die dicke Kunststoffhaut, die das Bad-Team am Sonntagabend fertig zum Versand auf eine Euro-Palette gepackt hatte, wurde von Unbekannten in der Nacht zum Montag aus der Plastikverpackung gerissen. Am Morgen stand nur noch die leere Palette da.

Verdreckt und kaputt am Parkplatz aufgefunden

Also machte sich Heidl mit den Badmitarbeitern auf die Suche und wurde fündig: Am kleinen Parkplatz an der Südseite des Freibads lag die grüne Hülle der Schildkröte, total verdreckt und übersät mit unzähligen Löchern und Rissen. Die Täter haben offenbar versucht, die Kunststoffhülle am kleinen Nebenparkplatz über den Zaun zu ziehen. Doch der ist mit Stacheldraht gesichert. So robust der Panzer einer echten Schildkröte sein mag: Selbst für die besonders strapazierfähige Hülle war diese Belastung zu viel.

Reparatur kaum mehr realistisch

Die Mitarbeiter reinigten die Hülle und verpackten sie erneut – diesmal mit dem Ziel. Das der Hersteller prüfen soll, ob das Spielgerät überhaupt noch repariert werden kann. Heidl glaubt nicht daran: „Ich kann mir das bei den vielen Löchern kaum vorstellen.“

Besonders ärgert ihn, dass das Engagement des Fördervereins, gerade den Kindern des Warmfreibads etwas Tolles zu bieten, so torpediert wird. „Eine Reparatur wird wieder viel Geld kosten“, sagt er. Und wenn das nicht mehr möglich sei, „war’s das mit der Schildkröte“. Denn noch mal könne der Förderverein so ein Schwimmtier nicht anschaffen. Zudem sei es fragwürdig, so viel Geld auszugeben, wenn die Anschaffung dann zerstört wird.

Förderverein setzt Belohnung aus

Der Fall liegt nun bei der Polizei Miesbach. Die Inspektion sucht Zeugen, die Angaben zu dieser Sachbeschädigung machen können. Hinweise werden unter Telefon 0 80 25 / 29 90 entgegengenommen. Der Förderverein lobt für den Erfolgsfall 300 Euro Belohnung aus.

ddy

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