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Durch die Tiefgarage gelangen die Vereinssportler in die Turnhallen von Gymnasium und Realschule. 

Vandalismus in Miesbacher Turnhalle

Beschmierte Wände, eingetretene Türen und ausgespuckter Tabak

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Schmierereien an den Umkleiden des Gymnasiums Miesbach, eingetretene Türen und ausgespuckter Tabak im Geräteraum: Die offene Tür zu den Turnhallen lockt wohl Fremde ins Gebäude. 

Miesbach Vollgeschmierte Wände und eingetretene Türen im Bereich der Umkleiden des Miesbacher Gymnasiums lösten im Sportbeirat kürzlich eine lebhafte Diskussion aus. Dass dafür nicht nur Sportler verantwortlich seien, war allen Beteiligten klar. Es muss eine gemeinsame Lösung her. Denn während die einen in der Turnhalle Sport treiben, können Fremde in die Schule. Unbemerkt.

Schuld ist eine Brandschutztür. Über die gelangen die Vereine am Abend durch die Tiefgarage der Realschule in die Sporthallen. „Und wenn die mal zu ist, dann ist sie zu“, sagte Sportreferentin Sabine Kirchmair. Deshalb klemmen einige Trainer Gegenstände in die Tür – Klopapierrollen, Getränkeflaschen, Kartons – damit die Tür für zu spät kommende Sportler offen bleibt. Offen ist sie dann aber für jedermann.

Einen anderen Zugang haben die Vereine in die Hallen von Gymnasium und Realschule nicht. „Auf der anderen Seite darf niemand rein, weil sich Anwohner mal beschwert haben“, sagte Kirchmair. Auch Gymnasium-Schulleiter Rainer Dlugosch kennt die Situation und war mit der Sportreferentin bereits im Gespräch. „Das ist ein Problem“, sagt er auf Nachfrage. Denn besonders von der Halle der Realschule aus könne niemand sehen, wer das Schulgebäude betritt. Dlugosch hat auch schon ein paar Mal mitbekommen, dass sich Fremde absichtlich im Gebäude haben einsperren lassen. Für ihn steht fest: „Wir müssen mit den Sportvereinen gemeinsam eine Lösung finden.“

Noch weiß aber keiner so recht, wie die aussehen soll. Ausschussmitglied Max Niedermeier sagte: „Das muss man technisch anders lösen.“ Eine Klingel könne es aber auch nicht sein, weil der Trainer ja nicht jedes Mal von der Halle zur Tür springen könne. Hans Rieder vom Skiverband Oberland weiß aus Sicht des Übungsleiters, wie problematisch die Situation ist. Kameras in den Umkleiden seien schließlich auch keine Möglichkeit – zudem zu teuer, wie Rieder anmerkte. „Ich würde den Ball mal an die Architekten zurückspielen.“ Rieder schlug einen gemeinsamen Ortstermin vor. Die Ausschussmitglieder verständigten sich letztlich darauf, ein eigenes Gremium zu bilden, um sich der Sache anzunehmen.

Sportreferentin Kirchmair nutzte die Diskussion, um generell auf das Thema Werteverfall zu sprechen zu kommen. Diesen bezeichnete sie als „echt krass“. Zudem berichtete sie von Vorkommnissen beim Mutter-Kind-Turnen in der Gmunder Realschul-Turnhalle. „Jedes Mal finden wir dort im Geräteraum ausgespuckten Snus“, erzählte sie und verzog angewidert das Gesicht. Snus ist getrockneter Tabak, den man in kleinen Beutelchen unter die Lippe klemmt. Der Tabak setzt Geschmack und Nikotin frei und wird ausgespuckt, wenn die Wirkung vorüber ist. Anscheinend eben auch im Geräteraum der Turnhalle. Kirchmair schüttelt empört den Kopf: „Da krabbeln doch Babys herum.“

nip

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