Ermittlungen laufen

Versuchte Vergewaltigung: Noch keine heiße Spur

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Einer Vergewaltigung war eine 17-Jährige in Miesbach im Juli 2015 gerade so entgangen - dank eines aufmerksamen Passanten. Zu den Tätern fehlt allerdings auch heute noch jede Spur. 

Miesbach - Der Fall sorgte im Juli 2015 für Aufsehen: Mutmaßlich haben sechs junge Männer eine junge Frau (17) am Nordgraben in Miesbach festgehalten und versucht, sie zu entkleiden. Durch das beherzte Einschreiten eines Passanten ließen die Täter jedoch von der 17-Jährigen ab und flüchteten in Richtung Innenstadt (wir berichteten). Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an – bislang ohne nennenswerte Ergebnisse. Rückblick: Dem damaligen Polizeibericht zufolge war die Frau, die aus dem Kreis Miesbach stammt, am Vormittag des 28. Juli von der Wallenburger Straße kommend bergaufwärts unterwegs, als ihr die Gruppe entgegentrat. Drei der Unbekannten hielten das Opfer fest, die anderen machten sich an der Kleidung zu schaffen. Nach Hilferufen der Frau schritt ein Passant ein und rief der Gruppe etwas zu, womit er möglicherweise eine Vergewaltigung verhinderte. Die Frau konnte der Polizei gegenüber keine konkreten Angaben über ihre Peiniger machen, weshalb auch keinerlei Aussagen bezüglich einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit möglich seien, sagte damals ein Polizeisprecher gegenüber unserer Zeitung. Erste groß angelegte Fahndungsbemühungen der Miesbacher Kripo blieben ohne jeden Erfolg. Allerdings teilt Anton Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage unserer Zeitung mit, konnten damals am Tatort DNA-Spuren gesichert werden, die noch immer abgeglichen werden. Inzwischen ist ein Verfahren gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft München II anhängig, wie die stellvertretende Pressesprecherin Andrea Grape auf Nachfrage informiert. „Die potenziellen Täter sind nicht bekannt. Wir ermitteln, sind aber noch nicht zu einem Ergebnis gekommen.“ Für überregionale Aufmerksamkeit hatte etwa zur selben Zeit auch ein Fall in Holzkirchen gesorgt (wir berichteten). Drei Asylbewerber hatten angeblich versucht, eine damals 19-Jährige zu vergewaltigen. Doch der spektakuläre Fall nahm eine ebenso spektakuläre Wende. Ein unbeteiligter Zeuge meldete sich bei der Kriminalpolizei Miesbach. Er schilderte einen Tatverlauf, der sich wesentlich von der Version vermeintlichen Opfers unterschied. Mit den Angaben des Zeugen konfrontiert, räumte die Frau dann ein, unwahre Angaben gemacht zu haben. Die Tat war also offenbar frei erfunden. In der Folge wurde die junge Frau wegen Vortäuschens einer Straftat verurteilt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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