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Zusammenarbeit besiegelt: In Miesbach haben ATS-Vorstand Harald Gmeiner (l.) und SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid den Kooperationsvertrag zwischen Tourismus und Regionalentwicklung unterschrieben.

Vertrag über Zusammenarbeit unterzeichnet

ATS und SMG kooperieren nun offiziell

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Eine wilde Ehe wird offiziell besiegelt: Das Kommunalunternehmen ATS und die SMG GmbH teilen sich ab 2018 die Arbeit. Davon sollen die Aufgabenbereiche beider Einheiten – Tourismus- und Standortförderung – profitieren. Nun wurden die Verträge unterschrieben.

Die Standortmarketing-Gesellschaft GmbH (SMG) fördert die Wirtschaft im Landkreis, und das Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) unterstützt den Wirtschaftszweig Tourismus. Es sind zwei Partner, die somit gemeinsame Aufgabenbereiche haben. „Ausgetauscht haben wir uns zuvor schon“, sagt ATS-Vorstand Harald Gmeiner. Doch jetzt werde daraus eine klar definierte Kooperation, die SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid so erklärt: „Wir übernehmen die regionalstrategische Entwicklung, und die ATS macht das Marketing.“

Ins Rollen kam diese Idee vor etwa einem Jahr. Bei einer Klausur der ATS-Gremien kam man zu dem Schluss, die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit mit der SMG zu prüfen. Sogar über eine Fusion sei gesprochen worden, berichtet Gmeiner. Doch ein so großer Schritt sollte es nicht werden. Man einigte sich darauf, eine Taskforce zu gründen. In diese Arbeitsgruppe stieg die SMG, zu deren Gesellschaftern neben dem Landkreis auch der Unternehmerverband Miesbach und die Kreissparkasse Tegernsee-Miesbach gehören, im Frühsommer ein. Dabei wurden die Themen abgestimmt. „Am ersten Tag kamen alle Themen und Bereiche auf den Tisch“, sagt Schmid. „Und am zweiten Tag haben wir alles zusammengesetzt.“

Es ist ein „Intensivieren zum Wohle des Landkreises“, wie es Gmeiner nennt. Während bislang viele Aufgaben doppelt erledigt wurden, gebe es künftig klare Zuordnungen, die Gmeiner auch für sinnvoll hält: „Bei der regionalen Entwicklung muss der Landkreis mit einer Stimme sprechen und aus einem Guss handeln.“ Als Beispiel nennt Schmid die Sicherung der Fachkräfte: „Das macht die SMG mit ihren Veranstaltungen wie Ausbildungstour und -kompass.“ Die ATS bringt sich laut Gmeiner dabei touristisch ein, federführend sei aber die SMG.

Auch das zweite Tourismusunternehmen im Landkreis – die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), deren Gesellschafter die fünf Talgemeinden sind – soll eingebunden werden, wenn auch nicht formell. „ATS und TTT arbeiten in Tegernsee im Haus des Gastes bereits eng zusammen“, erklärt Gmeiner. Somit sei die TTT inhaltlich beim neuen Kooperationsvertrag an Bord. Dies ist die Folge des Masterplans Tourismus. Dessen Ziel, ATS und TTT zu verschmelzen, wurde zwar nicht erreicht, jedoch blieb ein enger Austausch. Ziel sei es nun, so Gmeiner und Schmid, mit den bestehenden Mitarbeiterstämmen mehr zu erreichen.

Geografisch bleibt alles wie gehabt: Die SMG bleibt am Miesbacher Rathausplatz, und die ATS mit TTT in Tegernsee. „Unsere Räume sind mittlerweile eh besetzt“, sagt Schmid, und Gmeiner verweist darauf, dass das Tegernseer Tal der „Hot-Spot im Tourismus“ sei. Dennoch sei ein Zusammenziehen irgendwann in der Zukunft durchaus denkbar, sind sich beide einig. „Man muss nicht nebeneinandersitzen, denn die technischen Möglichkeiten erlauben räumliche Trennung“, sagt Gmeiner. „Aber wenn man eine Vision haben darf, wäre das ein Haus der Wirtschaft.“

Das gemeinsame Ziel sieht Schmid darin, die Lebensqualität in der Region zu sichern und auszubauen: „Um Freizeitangebote zu schaffen, von denen alle profitieren, ist der Tourismus ein gutes Vehikel.“ Dem stimmt Gmeiner zu: „Die Leute kommen wegen der Lebensqualität zu uns. Deshalb kann der Tourismus nicht unbegrenzt wachsen, sondern nur im Einklang mit der Bevölkerung.“ Als Teil einer regionalen Entwicklung.

ddy

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