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Viele Projekte für Vielfalt und Klimaschutz: Gymnasium Miesbach wird zum dritten Mal Umweltschule

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Von: Dieter Dorby

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Zum dritten Mal Umweltschule: Zusammen mit einigen Lehrern wie Martina Stahl (vorne l.) präsentierte die Klasse 6b gestern in der Pause zusammen mit Schulleiterin Cornelia Reiserer (vorne r.) die neue Fahne.
Zum dritten Mal Umweltschule: Zusammen mit einigen Lehrern wie Martina Stahl (vorne l.) präsentierte die Klasse 6b gestern in der Pause zusammen mit Schulleiterin Cornelia Reiserer (vorne r.) die neue Fahne. © Thomas Plettenberg

Miesbach – Das Gymnasium Miesbach hat es geschafft: Zum dritten Mal hintereinander ist es als „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ausgezeichnet worden.

Insgesamt erhalten 509 Schulen aus ganz Bayern diese Auszeichnung – darunter auch die Grundschule in Gmund. Bei diesem Wettbewerb ist es wie im Sport: Einen Titel zu gewinnen ist einfacher als ihn zu wiederholen.

Denn das Prädikat „Umweltschule“ gilt nur für ein Jahr. „Und man muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, sagt Biologielehrerin Martina Stahl. Wichtig sei, dass sich möglichst viele Schüler mit möglichst vielen Projekten dauerhaft engagieren. Und Schulleiterin Claudia Reiserer ergänzt: „Das ist der Reiz der Aktion, dass sie auf Nachhaltigkeit angelegt ist.“

Premiere 2019

Das erste der drei Drei-Sterne-Zertifikate hat das Gymnasium Miesbach Ende 2019 geholt. Auslöser, sich hier zu engagieren, waren damals die Fridays-For-Future-Demonstrationen. Seitens der Schule wollte man lieber etwas Greifbares vor Ort auf die Beine stellen.

Lesen Sie auch: Neue Ideen für den zweiten Titel mit drei Sternen

Wie damals gehen auch diesmal verschiedene Fächer wie Biologie, Chemie, Deutsch und Kunst Hand in Hand. Insgesamt wurden drei Handlungsfelder angelegt: Zum „Klimaschutz“ gehörten unter anderem die Biotop-Pflege im Agatharieder Moor, nachhaltiges Bauen als Thema in Kunst und Deutsch und das Stadtradeln. Um Biodiversität ging es beim zweiten Handlungsfeld, bei dem beispielsweise 100 Bäumchen rund um den Fritz-Freund-Park gepflanzt wurden nach den durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) bedingten Rodungen. Zudem wurde die Bienenwiese weitergeführt und schulweit das beste Naturfoto gesucht. Dritter Bereich war die Nachhaltigkeit im Schulleben mit Aktionen, AGs und AKs, wobei komplett auf Recycling-Papier umgestellt wurde.

Großes Interesse am Umweltschutz

Vor allem bei den unteren Klassen stößt das Thema Umweltschutz auf großes Interesse, wie die 6b zeigt. „Es ist schön, der Umwelt zu helfen und zu sehen, dass jeder einzelne etwas bewirken“, sagt etwa Sonja. Maxi fand das Stadtradeln super, „weil wir so zusammen ganz viel CO2 gespart haben“. Außerdem habe man beim Bäumepflanzen ganz viel über den ALB erfahren. Während Tessa die Arbeit in der Umwelt-AG hervorhebt, freut sich Marie darüber, dass die Projekte „sehr toll“ sind. Und auch bei den Eltern kommen diese Aktionen gut an, wie Sandra berichtet: „Meine Mama findet das gut.“

Reiserer, die die Schulleitung zu Beginn dieses Schuljahres übernommen hat, hat die Aktion im wahrsten Sinn positiv überrascht: „Schon an meinem zweiten Arbeitstag sind wir mit der Urkunde für das Stadtradeln ausgezeichnet worden.“ Das Schöne an der Umweltschule sei, dass jeder auch mit einem kleinen Projekt einen Beitrag leisten könne. „Das Bewusstsein nimmt jedenfalls zu“, hat Kunstlehrer Matthias Brandstäter festgestellt. „Gerade die Jüngeren sind sehr aktiv.“

Für den vierten Titel sei man am Gymnasium Miesbach ebenfalls bereit, sagt Stahl: „Wir sind bereits angemeldet, und Entwicklungspotenzial ist ebenfalls noch vorhanden. Die Ideen gehen uns jedenfalls nicht aus.“

ddy

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